/// Rubrik: Bildergalerien | Topaktuell

Das alte Kreuzlingen lebendig gemacht

Kreuzlingen – Rund 7000 alte Bilder hat der «Urkreuzlinger» Urs Lang über seine Heimatstadt gesammelt. Einen kleinen Teil davon kann man derzeit in der Ausstellung «Alt-Kreuzlingen in Bildern» in der Venenklinik Bellevue betrachten.

«Hier sehe ich Bilder, von denen ich dachte, dass nur ich sie noch im Kopf habe», eröffnete  Verena Kurland, Mitglied der Klinikleitung, die Ausstellung. Mit staunen und schaudern habe sie die 50 Fotografien, welche derzeit in den Gängen der Klinik zu sehen sind, betrachtet. Kreuzlingen hat sich in den vergangenen 50 Jahren merklich verändert, einstige Herrschaftshäuser sind Hochhäusern gewichen und Felder und Bauernhöfe haben Platz gemacht für Altersheime. Das die Möglichkeit, sich die Vergangenheit noch einmal vor Augen zu führen, auf Interesse stösst, zeigte der gewaltige Besucherandrang an der Vernissage von «Alt-Kreuzlingen in Bildern».  Regelrecht angefressen von dieser Geschichte ist Urs Lang, welcher noch bis zum 15. Juni 2019 einen kleinen Ausschnitt aus seiner Sammlung an historischen Fotografien in der Venenklinik zeigt.

Als Kreuzlinger «Urgestein» kündigte der Lokalhistoriker Georg Strasser dann auch Lang an, und gab gleichzeitig einen kurzen Rückblick über die Geschichte von Kreuzlingen. Dieser Zusammenschluss aus drei Bauerndörfern hat sich nach dem Anschluss an die Bahn in eine rasant wachsende Stadt entwickelt. Die Bautätigkeiten in Folge der Grenznähe und Einwanderung wurde nur durch die beiden Weltkriege unterbrochen. «53 Bauernhöfe und 84 Gaststätten waren 1902 in den drei Dörfern verzeichnet», so Strasser. Aufgrund der vielen Vorgärten fing sich Kreuzlingen den Beinamen «Gartenstadt» ein und wo heute ein Stadthaus gebaut wird, lief früher der Ochse mit dem Flug durchs Feld. Dinge, die man sich heute nur noch schwer vorstellen kann, werden in der eindrücklichen Bildersammlung von Lang zur Realität.

«Kreuzlingens Gesicht hat sich verändert», befand Strasser. Ein paar wenige schöne Gebäude und Ecken gibt es jedoch immer noch zu entdecken, auf den alten wie auch auf neuen Bildern von Kreuzlingen.

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