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Kreuzlingerinnen vom Leaderthron gestossen

Handball – Nach der bisher schlechtesten Saisonleistung unterlag der HSC Kreuzlingen in der SPL2 dem HC Goldach-Rorschach mit 21:25.

Konnte ebenfalls nichts bewirken: Die 18-jährige ungarische Kreisläuferin Jennifer Pap.
(Bild: Mario Gaccioli)

Da die jubelnden St. Gallerinnen nach ihrem Überraschungscoup, dort die völlig bedienten Kreuzlingerinnen nach einer völlig unerwarteten Niederlage. Die Gemütslage hätte nach Spielschluss nicht unterschiedlicher sein können. Der Sieg des mit null Punkten angereisten HC Goldach-Rorschach war zwar glanzlos, aber extrem wichtig für dessen Selbstverstrauen. Beim zuvor ungeschlagenen HSC überwog bald einmal die Meinung «schnell abhaken und nach vorne schauen». Zuerst will man aber noch die Gründe für den in jeder Hinsicht ungenügenden Auftritt gründlich analysieren.

Den Gegner niedergekämpft
Der Sieg des Aussenseiters basierte auf drei Schlüsselfaktoren: Erstens – Der Kampf- und Einsatzbereitschaft jeder einzelnen Spielerin, Zweitens –  der starken Torhüterin Chantal Meyer (40 % Abwehrquote) und Drittens – der treffsicheren Rückraumspielerin Beatrix Kerestély (acht Tore). Die St. Gallerinnen kauften dem Leader mit ihrer sehr körperbetont agierenden Abwehr den Schneid richtiggehend ab. Nicht wenige Aktionen bewegten sich dabei am Rande eines Ausschlusses, wurden aber vom jungen Schiedsrichterduo toleriert.

Wende verpasst
Nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit (10:16) machten die Kreuzlingerinnen auch nach Wiederbeginn vorerst wenig Hoffnung auf Besserung. In numerischer Unterzahl erhöhte Kerestély in der 42. Minute auf 13:20. Und beim Team-Timeout von HSC-Trainerin Kristina Ertl Hug lagen die Gastgeberinnen sogar mit 15:23 (47.) zurück. Endlich reagierte der Leader: Mit vier Treffern in Serie kam er wieder auf 19:23 heran und sorgte damit nochmals für etwas Spannung. Allerdings standen sich die Kreuzlingerinnen in den Schlussminuten dann wieder selbst im Weg. Zu unpräzise oder überhastet waren ihre Abschlüsse. Die Gäste zeigten dagegen Nervenstärke und liessen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Wieder ein Doppeleinsatz
Am nächsten Wochenende folgt bereits der nächste Doppelseinsatz für den HSC Kreuzlingen. Im Cup-Achtelfinale gegen den SPL1-Co-Leader LC Brühl St. Gallen am Freitag, 20.30 Uhr, in eigener Halle hat man überhaupt nichts zu verlieren. Den Schwerpunkt legen die HSC-Verantwortlichen vielmehr auf die Meisterschaftspartie nur 21 Stunden später beim Tabellenzweiten BSV Stans. Dort bietet sich den Kreuzlingerinnen eine gute Gelegenheit, sich für die biedere Leistung gegen Goldach-Rorschach zu rehabilitieren.

HSC Kreuzlingen – HC Goldach-Rorschach 21:25 (10:16)
SH Egelsee. – 200 Zuschauer. – Sr. Hardegger/Hardegger.
Strafen: je 5-mal 2 Minuten.
Kreuzlingen: Stein (1.-20./43.-60./8 Paraden/34 % Abwehrquote), Hajduk (20.-43./3 Paraden/25 %); Behrendt, Skoricova (2), Scherrer (1), Biegel (2), Weidmann (5), Winger (1), Espinosa (4), Neacsu (2), Sivka (4/1), Mayer, Pap, Bergenhenegouwen. – Trainerin: Kristina Ertl Hug.
Goldach-Rorschach: Meyer (1.-60./14 Paraden/40 %); Vukotic (2), Mazza, Pratzner, Flütsch (3), Kerestély (8), Morgenegg (2), Gubser (7/4), Trottmann, Würth, Windler, Petricevic (2), Bader, Ruf (1). – Trainer: Roger Bertschinger.
Penaltystatistik: Kreuzlingen 1/2, Goldach-Rorschach 4/5.
Bemerkungen: Kreuzlingen Eblen (verletzt), Singer-Duhanaj (rekonvaleszent), Klein und Rothacker (beide Schule).

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