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Alterszentrum erstrahlt in neuem Glanz

Kreuzlingen – Der Umbau am Alterszentrum in der Kirchstrasse ist abgeschlossen. Trotz vieler Überraschungen während der Bauphase sind Geschäftleitung und Genossenschaft mit dem Ergebnis voll auf zufrieden.

Von Komplikation zum Herzstück des neuen Eingangsbereichs. (Bild: Ann-Marie Köhn)

Das erste was einem auffällt, wenn man das Kreuzlinger Alterszentrum betritt, ist der neue offene Eingangsbereich. Bewohner und Besucher werden von warmen Farben und gemütlichen Sitzgelegenheiten begrüsst. Altbekannt ist der Treppenaufgang, welcher noch immer im Zentrum des Bereichs steht. Urs Haubensak, Präsident der Genossenschaft Alterszentrum Kreuzlingen hat inzwischen seinen Frieden mit der massiven, denkmalgeschützten Treppe geschlossen.
«Sie strahlt etwas Mystisches aus und gibt dem Raum ein Zentrum», sagt er und ist im Nachhinein zufrieden mit dem Ergebnis. Der durch den Denkmalschutz geforderte Erhalt der Treppe war nur eine von viele Überraschungen, die beim Umbau Nerven und Zeit kosteten. Beim Rückbau wurde zum Beispiel Asbest gefunden und durch die veränderte Zimmeraufteilung musste die Statik teilweise nachgebessert werden.

Geduld gefragt
Verzögerungen, Staub und Lärm forderten von Mitarbeitern wie Bewohnern viel Geduld und Flexibilität. «Ich war überrascht und dankbar, wie gut unsere Bewohner mit der Situation umgegangen sind», sagt Anna Jäger, die Geschäftsführerin. «Teilweise waren die Wege verschlungen und unübersichtlich gestaltet, aber unsere Bewohner haben sich da mit viel Geduld durch gefunden. Dafür wollen wir Danke sagen», so Jäger weiter. Und das Warten hat sich gelohnt.
Durch den Umbau erhöhte sich die Zahl der Pflegeplätze auf 200, die der Mitarbeiter auf 300 und es gibt viele neue soziale Angebote. Ausserdem bietet das Alterszentrum inzwischen 40 Ausbildungsplätze. «Im nächsten Jahr sind es dann 46 Plätze», erzählt Jäger, «Wir müssen als Genossenschaft auch sehen, wo unser Auftrag liegt und Ausbildung ist einer davon.»
Neu ist auch der Ausbau einer Station für Kurzaufenthalte im ersten Stock. Hier können Bewohner zum Übergang nach einem Krankenhausaufenthalt oder als Entlastungsaufenthalte untergebracht werden. Dies ist für alle Angehörige die jemanden pflegen eine Entlastung. Es gibt auch ein Angebot für wöchentliche Aufenthalte, die den Senioren die Angst vor dem Alterszentrum nehmen soll.
Im vierten Stock wird ein Demenz-Wohnbereich angeboten. Demenzkranke, welche nicht weglaufgefährdet sind, bekommen hier Tagesstrukturen und gezielte Hilfe im Alltag geboten. Der Aufbau von zwei Pflegeoasen für jeweils vier Bewohner, die intensivere Betreuung benötigen, ist noch nicht abgeschlossen.

Sich den Bedürfnissen anpassen
Wichtig ist sowohl Jäger als auch Haubensak, dass sich alle wohlfühlen und sich alles stetig auf Bedürfnisse anpassen lässt. Ein erreichtes Ziel des Umbaus ist, dass die Zimmer bezahlbar bleiben.
«Die Zimmer entsprechen mit 14 Quadratmetern der Mindestgrösse, aber der Platz wird gut ausgenutzt und sie bleiben mit 119 Franken pro Tag günstig», sagt Jäger. Viele Bewohner sind Anfang September in neue Räume eingezogen und alle fühlen sich wohl und haben sich gut eingefunden, bekräftigt Jäger. Das neue Restaurant bietet zudem ein Zentrum für alle Bewohner des Hauses. «Der Name Z. steht für Zentrum und der Punkt für Treffpunkt», erklärt die Geschäftsführerin.

Tag der offenen Tür, Jubiläum und Öpfelchüechli
Der Öpfelchüechlimarkt musste im vergangenen Jahr wegen der Baumassnahmen ausfallen. Nun findet er am kommenden Sonntag, zusammen mit den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum und Abschluss der Bauphase statt.
Es gibt zudem im Rahmen des Tages der offenen Tür die Möglichkeit, die neuen Räumlichkeiten von 11 bis 16.30 Uhr zu besichtigen. Beim Festakt um 10.30 Uhr soll die Geschichte des Altenzentrums gewürdigt werden. «Die Idee für das Altenzentrum wurde von vier Frauen entwickelt: Annemarie Altwegg, Verena Perini, Lislott Mühlemann und Erika Sonderer», sagt Haubensak. «Nach ihnen werden nun die Säle und ein Platz benannt. Ihre Entschlossenheit wird uns immer ein Vorbild sein.»
Die neuen Säle fassen circa 200 Stühle und wurde bereits mit einem Festakt mit allen Bewohnern des Hauses eingeweiht. In Zukunft werden sie wahrscheinlich für Fortbildungen, Lehrgänge oder andere Feierlichkeiten genutzt werden.

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