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Freie Liste gibt keine Wahlempfehlung ab

Kreuzlingen – An der Versammlung der Freien Liste in erweitertem Kreis vom 7. November 2018 hatten die offizielle Kandidatin und der offizielle Kandidat für das zu besetzende Amt des Schulpräsidenten, die Gelegenheit sich vorzustellen und Fragen aus der Runde zu beantworten.

Lerserbrief (Bild: Archiv)

Für die interessanten, aufschlussreichen und spannenden Ausführungen möchten wir uns bei Beiden herzlich bedanken. Im Anschluss an diese Präsentation wurde intern intensiv und engagiert diskutiert.

Nach wie vor spüren wir grosse Verunsicherung in der Bevölkerung und in Teilen des Lehrkörpers bezüglich der Vorgänge innerhalb der Schulbehörden, welche schlussendlich im Rücktritt des damaligen Schulpräsidenten gemündet hat. In der Medienmitteilung vom 31. Juli 2018 hat die Freie Liste darum ihre Forderung bezüglich der Einsetzung einer unabhängigen Untersuchungskommission und damit die Klärung der Vorgänge, welche zum Rücktritt des damaligen Schulpräsidenten geführt haben, als Voraussetzung für einen geordneten Neuanfang der Schulbehörde bekräftigt. Alternativ forderten wir Gesamterneuerungswahlen der Schulbehörde. Leider hat es die Schulbehörde bis jetzt verpasst, den massiven Vertrauensverlust seitens Teile der Bevölkerung auszuräumen.

Nach wie vor besteht keinerlei Transparenz bezüglich der Vorgänge und Vorkommnisse innerhalb der Schulbehörde welche zum vorzeitigen Rücktritt des ehemaligen Schulpräsidenten geführt hat. Auch der Umstand, dass der Wahltermin so angesetzt wurde, dass den politischen Parteien die Möglichkeit genommen wurde mit eigenen Kandidaten anzutreten, ist aus unserer Sicht ein Affront gegenüber der bisherigen politischen Kultur in Kreuzlingen. Einzig eine Medienmitteilung seitens des DEK vom 5. September 2018 gibt Hinweise, dass offensichtlich nichts strafrechtlich Relevantes innerhalb der Schulbehörde vorgefallen sei. Da es sich bei der Schulbehörde um ein vom Stimmvolk gewähltes Gremium handelt, sind bei Differenzen innerhalb der Behörde Lösungen zu suchen, die eine weitere Zusammenarbeit ermöglichen. Sollte dies nicht auf Anhieb gelingen ist externe Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die derzeitige Situation ist nach unserem Dafürhalten eine massive Hypothek für eine neue Schulpräsidentin oder einen neuen Schulpräsidenten.

Grundsätzlich halten wir beide offiziellen Kandidaten für fähig das Amt des Schulpräsidenten auszufüllen. Allerdings halten wir an unserer Forderung fest, umgehend die Vorgänge in der Schulbehörde mittels einer unabhängigen Untersuchungskommission entsprechend zu würdigen oder es sind Gesamterneuerungswahlen der Schulbehörden durchzuführen. Vor diesem Hintergrund haben wir uns einstimmig entschlossen, keine Wahlempfehlung abzugeben.

Eingesandt von Daniel Moos, Fraktionssprecher Freie Liste.

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