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Der Bodensee und die Grenze

Kreuzlingen – Am Samstag brachte der «Verein für Geschichte des Bodensees und seine Umgebung» geschichtsinteressierte aus Deutschland, Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein zusammen im Rosenegg.

Die Leiterin Yvonne Istas begrüsst Mitglieder des «Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung». (Bild: zvg)

Der «Verein für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung» führt seit 150 Jahren geschichtsinteressierte Menschen aus Deutschland, Österreich, dem Fürstentum Liechtenstein und der Schweiz zusammen. Am Samstag, den 10. November, lud er seine Mitglieder zu einer Führung im Museum Rosenegg in Kreuzlingen ein. Frau Heidi Hofstetter, die vorherigen, und Dr. Yvonne Istas, die jetzige Leiterin des Museums, führten die zahlreichen Besucher durch die verschiedenen Stockwerke und Themenbereiche im «Haus mit kulturellen Aktivitäten».

Auf besonderes Interesse stiess die Ausstellung «Hüben und Drüben». Sie thematisiert die einzigartige Situation von Kreuzlingen und Konstanz. Ein neuer Film von Ernst Hofstetter «Halt! Grenze!» zeigt den Besuchern den Grenzverlauf zwischen den beiden Städten, der ja aus der Luft kaum auszumachen ist. Die Bewohner dieses vielseitig eng verflochtenen Siedlungsraums jedoch wurden durch den Lauf der Geschichte immer wieder schmerzhaft getrennt. Ein hoher Grenzzaun aus dem Zweiten Weltkrieg blieb länger stehen als die Berliner Mauer. Jetzt endlich ist er dort, wo er hingehört: im Museum Rosenegg.

geschrieben von Heinz Schmidt

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