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Sebastian Krämer besingt die Vergeblichkeit

Kreuzlingen – Das KIK-Festival hat sich dieses Mal dem dem Frauen-Kabarett verpflichtet. Trotzdem hat Liederkabarettist Sebastian Krämer überzeugt und darf am Donnerstag, 15. November, im Theater an der Grenze mit seim Programm «Im Glanz der Vergeblichkeit» auftreten.

Liederkabarettist Sebastian Krämer kommt ins Theater an der Grenze. (Bild: zvg)

In diesem Jahr sind die Männer rar. Das KIK-Festival 2019 hat sich ganz dem Frauen-Kabarett verschrieben. Männliche Vertreter kommen nur dank der obligatorisch gewordenen Quote zum Zuge. Umso höher waren die Anforderungen, dabei zu sein. Nur die Besten haben es geschafft. Wie Liederkabarettist Sebastian Krämer, der am Donnerstag, 15. November,  im Theater an der Grenze sein Programm «Im Glanz der Vergeblichkeit» singt.

Für treue Fans des KIK-Festivals Kabarett in Kreuzlingen ist er ein alter Bekannter. Schon mehrere Male erfreute der zuletzt mit dem Deutsch-Französischen Chansonpreis 2017 ausgezeichnete Sebastian Krämer mit seinem Können die Kleinkunst-Geniesserinnen und -Geniesser rund um den Bodensee. In diesem Jahr bringt er sein aktuelles Programm «Im Glanz der Vergeblichkeit – Vergnügte Elegienkonzerte» mit. Dabei weiss man nicht, wer mehr zu bedauern ist, der Jammerlappen oder die, die er nass macht – während sich zeitgenössischer Deutschpop in der Exaltierung von Emotionen gefällt, verlegt Sebastian Krämer sich aufs Gegenteil: beispielhafte Contenance als Umzäunung beispielloser Abgründe. Vergnügte Elegien (ein Genre, das zu diesem Zweck eigens erfunden werden musste) führen den Beweis: Schlimmes kann durchaus bekömmlich sein – je nachdem, wie man es anrichtet. Der Chansonnier beherrscht die Kunst der Modulation auf allen Ebenen. Sein musikalisches Vokabular reicht von Swing bis Wiener Schule. In den Kommentaren gibt sich Krämer kapriziös, in den Liedern lieblich bis derb. Und je burlesker die Fassade, desto filigraner die Botschaft. Das ist Klagen auf hohem Niveau und beginnt an diesem Donnerstag um 20 Uhr.

Ein weiterer Mann, der höchste Ansprüche erfüllen musste, um am Frauen-KIK dabei sein zu dürfen, ist Patrick Frey. Der Schweizer spielt am Freitag, 23. November, im neuen Kreuzlinger Kulturzentrum Kult-X sein Programm «Dormicum». Der grosse Reigen der Kabarettistinnen startet dann am 8. Februar mit einem Thurgauer Abend.

Karten für die Shows von Krämer und Frey sind bereits im Vorverkauf zu erhalten. Alle Informationen zu den aktuellen KIK-Veranstaltungen finden Sie auf der Webseite www.kik-kreuzlingen.ch. Der Vorverkauf erfolgt über www.starticket.ch sowie über Kreuzlingen Tourismus, +41 71 672 38 40.

Für den besseren Überblick die Auftritte des KIK 2018/19 in der Übersicht:
• Sebastian Krämer – «Im Glanz der Vergeblichkeit», Donnerstag, 15.11. – Theater an der Grenze, Kreuzlingen
• Patrick Frey – Dormicum Freitag, 23.11. – Kult-X, Kreuzlingen
• Thurgauer Abend mit Lara Stoll und Martina Hügi Freitag, 08.02.2019 – Campus-Aula, Kreuzlingen
• Ohne Rolf – Seitenwechsel Samstag, 09.02.2019 – Campus-Aula, Kreuzlingen
• Lisa Eckhart – Die Vorteile des Lasters Donnerstag, 14.02.2019 – Theater an der Grenze, Kreuzlingen
• Christine Prayon – Die Diplom-Animatöse Samstag, 16.02.2019 – Theater an der Grenze, Kreuzlingen
• Andreas Rebers – Ich helfe gern Freitag, 22.02.2019 – Theater an der Grenze, Kreuzlingen
• Uta Köbernick – Ich bin noch nicht fertig Samstag, 23.02.2019 – Theater an der Grenze, Kreuzlingen
• Duo Luna-tic – On Air / Hit Mix Freitag, 08.03.2019 und Samstag, 09.03.2019 – Theater an der Grenze, Kreuzlingen
• Sarah Hakenberg – Nur Mut! Samstag, 23.03.2019 – Theater an der Grenze, Kreuzlingen
• Hazel Brugger – Tropical Mittwoch, 27.03.2019 – Dreispitz, Kreuzlingen
• Simone Solga – Das gibt Ärger Mittwoch, 01.05.2019 – Dreispitz, Kreuzlingen

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