/// Rubrik: Leserbriefe

NEIN zu Versicherungsschnüfflern

Kreuzlingen – Niklaus Hürsch aus Kreuzlingen spricht sich deutlich gegen die Überwachung von Versicherten aus.

Lerserbrief (Bild: Archiv)

Ein Auffahrunfall, ein Sturz auf der Skipiste, ein Sportunfall, eine schwere Krankheit – schnell ist ein Unglück passiert oder man kann wegen einer Krankheit nicht mehr arbeiten, auch ohne, dass die betroffene Person eine Schuld trifft.Es kann also schon Morgen soweit sein und wir sind auf Leistungen der Versicherungen angewiesen. Dafür zahlen wir ja auch Beiträge (und nicht selten versuchen diese Versicherungen, sich vor Leistungen zu drücken).

Einige Wenige erschwindeln unberechtigte Leistungen und schaden den Versicherungen und damit auch uns. Dies muss verhindert und bestraft werden, das bestreitet wahrscheinlich niemand. Doch es geht nicht an, dass die Versicherungen nach eigenem Gutdünken Überwachungen unbescholtener Bürger anordnen können und so mehr Kompetenzen wie die Polizei erhält. Eine Überwachung sollte nur durch einen Richter auf berechtigten Verdacht hin veranlasst und durch die Polizei durchgeführt werden und sicher nicht durch irgendwelche Detektive. Immerhin handelt es sich hier um einen gravierenden Eingriff in die Privatsphäre der überwachten Person. Und es trifft dabei nicht nur diese Leute, sondern auch die ganze Familie, Freunde und Bekannte. Und es gibt ja auch immer wieder Fälle, wo Unschuldige überwacht werden.

Wir werden heute schon überall überwacht – im Internet, mit Kameras an allen Ecken, Gesundheitstrackern, Radarkästen und und …, sagen wir also NEIN zu weiteren unkontrollierten Überwachungen. Die Justiz und Polizei hat bereits jetzt die notwendigen Mittel um Missbrauch zu verfolgen, es braucht also keine Versicherungsschnüffler. Denken Sie darüber nach, bevor Sie Ihren Stimmzettel ausfüllen.

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