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Toter nach Klinikbrand

Konstanz – Aus bislang unbekannter Ursache brach am Freitagabend gegen 19.30 Uhr im Klinikum Konstanz ein Brand aus, bei dem eine männliche Person tödliche Verletzungen erlitt.

Die Feuerwehr war mit einem Grossaufgebot vor Ort. (Bild: Benjamin Brumm)

Trauer nach einem Feuer im Altbau des Konstanzer Klinikums: Ein Mann ist am Freitag verstorben. Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigten am späten Abend die Nachricht. Die genaue Todesursache werde laut Axel Drechsler aus dem Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Konstanz möglicherweise noch länger nicht feststehen.

Noch am Einsatzort drückte Landrat Frank Hämmerle, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des Gesundheitsverbunds im Landkreis ist, sein Mitgefühl aus. «Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen des Opfers», sagte er.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, sagte ein Sprecher der Polizei: «Die Brandermittler nehmen am Samstagmorgen ihre Arbeit auf.»

Mit einem Grossaufgebot war die Feuerwehr Richtung Klinikum ausgerückt, nachdem sie gegen 19.30 Uhr Mitteilung über eine Rauchentwicklung erhalten hatte.

Schon auf dem Weg zum Krankenhaus bestätigten sich den Einsatzkräften laut Feuerwehr-Sprecher Christopher Kutschker die Befürchtungen: Im Altbau hatte sich ein Feuer in einem der Zimmer auf Ebene G entwickelt, wo der Bereich der Inneren Medizin untergebracht ist.

Beim Todesopfer soll es sich nach Informationen des Südkuriers um einen Patienten von dort handeln.

Brandschutztüren verhinderten ein weiteres Übergreifen des Feuers. Allerdings fing laut Feuerwehr ein Rollladen-Kasten Flammen und stürzte auf die frühere Kantine. Dort entstand ein weiterer, jedoch nur kleiner Brand.

Rund zwei Dutzend Patienten der beiden oberen, stark verrauchten Ebenen wurden in die unteren Bereiche des Klinikums evakuiert. Sie waren offenbar vom Feuer eingeschlossen.

Zum Schutz vor den niedrigen Temperaturen habe man sie nicht nach draussen gebracht, erklärte Christopher Kutschker. Fünf Personen wurden wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung behandelt.

Unterstützung aus Kreuzlingen
Die Freiwillige Feuerwehr war mit ihrem gesamten verfügbaren Aufgebot vor Ort und setzte unter anderem vier Löschzüge ein. Unterstützt wurde sie von Kollegen aus Radolfzell sowie aus dem benachbarten Kreuzlingen.

Ein Sprecher der Polizei erklärte, dass wegen der zunächst befürchteten dramatischen Lage alle Kräfte der Bundes- und Landespolizei aus der Umgebung sowie ein Polizeihubschrauber alarmiert wurden.

Oberbürgermeister Uli Burchardt dankte in einer ersten Stellungnahme insbesondere dem professionellen und schnellen Handeln der Feuerwehr.

Die Notaufnahme des Krankenhauses wurde am Freitagabend vorläufig geschlossen. Neue Patienten mussten auf umliegende Kliniken ausweichen. Die Polizei sperrte den Verkehr weiträumig, die Luisen-, Mainau- und Allmannsdorfer Strasse waren zeitweise nicht befahrbar. Ab 22 Uhr rückten die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei nach und nach ab.

Von Benjamin Brumm, Philip Zieger, dpa, Kapo TG, Feuerwehr KN

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