/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Es brodelt weiterhin

Kreuzlingen – Am kommenden Montag wollen die Katholiken ihr Budget 2019 verabschieden und ihre neue Behörde wählen. Weitere Themen sind die Sanierung des Priesterhauses Bernrain und die neue Erwachsenenbildungsreihe «Fokus». Die Gemeindeversammlung wird indes überschattet von negativen Leserbriefen. Die Vorsteherschaft sieht sich zu einer Stellungnahme veranlasst.

Die Basilika St. Ulrich. (FOTO GACCIOLI KREUZLINGEN)

Der beigelegt geglaubte Kirchenstreit in der Katholische Kirchgemeinde scheint weiter zu schwelen. So kritisierte Heidi Brenneis jüngst Seelsorger Pater Jan Walentek und machte ihn für eine angebliche «Kündigungswelle» verantwortlich. Auch sei der Pfarradministrator beider Pfarreien seit seinem Amtsantritt kaum in ihrer Pfarrei in Erscheinung getreten, bemängelte die Leserbrief-Schreiberin aus St. Ulrich.

Es sei unerhört, solche Gerüchte und Halbwahrheiten in die Zeitung zu setzen, antwortete darauf Monika Cadosch. Das Klima in der Kirchgemeinde, besonders in St. Ulrich, werde durch destruktive Statements vergiftet, so die Mesmerin von St. Stefan in ihrem Leserbrief.

Anschuldigungen sind übertrieben
Kurz vor der Gemeindeversammlung hat sich jetzt die Kirchbehörde eingeschaltet. 2018 habe man drei Kündigungen erhalten. Zwei Sekretärinnen hätten den Hut genommen, wobei eine in der Tat in ihrem Kündigungsschreiben die neue Situation in der Pfarrei nach Weggang des bisherigen Seelsorgers Alois Jehle verantwortlich gemacht habe.

Wer daraus Schlüsse ziehen will, sollte wissen, dass die beiden anderen Sektetärinnen sofort bereit waren, ihr Pensum zu erhöhen, so die Vorsteherschaft. Auf die ausgeschriebene Stelle habe man bereits 20 vielversprechende Bewerbungen erhalten und sei hoffnungsvoll, die Stelle bis Ende November besetzen zu können. Die dritte Kündigung sei von Pastoralassistent Ivan Traijkov gekommen, welcher neuer Leiter des Pastoralraums Altnau, Münsterlingen und Güttingen wird (Wir berichteten), und stets gerne mit Pater Walentek zusammengearbeitet habe.

Die Fluktuation habe so im laufenden Jahr 7,4 Prozent betragen. Demgegenüber kann die Behörde eine hohe Kontinuität bei den Angestellten ausmachen. So werden an der bevorstehenden Gemeindeversammlung drei Personen wegen ihres zehnjährigen Jubiläums geehrt.

Kirchenpfleger Simon Tobler sagt denn auch klipp und klar: «Wir haben eine ausgesprochen geringe Fluktuation.»

Generell ist die Behörde der Meinung, dass unter Pater Walentek und der neuen Pastoralassistentin Christine Rammensee in beiden Pfarreien tolle Arbeit mit viel Engagement geleistet werde. Unter anderem habe Rammensee die neue Erwachsenenbildungsreihe «Fokus» auf die Beine gestellt. Der Ausbau der Kindersamstage in St. Stefan, eine neue Bibelgruppe und zwei Jugendgruppen sowie eine Besuchsgruppe für Spitalbesuche in St. Ulrich seien weitere neue Aktivitäten aus diesem Jahr.

Auch bei den Wahlen ist Kontinuität auszumachen: Bis auf Tim Büchele aus der Wahlkommission treten am Montagabend alle Bisherigen wieder an. Büchele bleibt aber in anderer Funkltion erhalten. Für ihn stellt sich Sévereine Hartmann zur Verfügung.

Die Kirchgemeindeversammlung findet am Montag, 26. November, 20 Uhr, im Stefanshaus statt.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.