/// Rubrik: Leserbriefe | Topaktuell

Nebel weicht über Ittingen

Leserbrief – Peter Dransfeld, Kantonsrat Grüne, Ermatingen, Hermann Lei, Kantonsrat SVP, Frauenfeld und Klemenz Somm, ehem. Kantonsrat GLP, Kreuzlingen zeigen sich unzufrieden mit der Aufklärung rund um das Kausa Kunstmuseum.

Lerserbrief (Bild: Archiv)

Die letzten Tage brachten mehr Klarheit zur Kausa Kunstmuseum. Dem Regierungsrat sei dafür gedankt, ebenso jenem Anwalt, der ihn mit mehr oder weder sanftem Druck dazu motivierte, die Karten offen zu legen. Wir lesen im grossrätlichen Geschäftsprüfungsbericht, dass nun auch die Stiftung, vertreten durch ihren Präsidenten Roland Eberle und seinen Vize Robert Fürer, erstmals Fehler einräumt. Den Stiftungsräten, die in anderen Funktionen (etwa als Regierungs- und Verwaltungsräte) seit Jahren vom Kanton, also vom Thurgauer Volk, fürstlich entlöhnt wurden, wäre es gut angestanden, früher Verantwortung zu übernehmen; für ein Vorgehen, das uns über eine Million gekostet hat und weder unserem Ruf noch dem Museum dient.

Unklar bleibt die Doppelrolle des Stiftungsrats und Staatsschreibers Rainer Gonzenbach; ebenso jene der Finanzkontrolle, die sowohl den Kanton als auch die Stiftung kontrolliert: Sie übersahen, dass der Kanton eine sechsstellige Summe für Leistungen bezahlte, die weder bestellt noch erbracht waren. Sollte sich zudem bestätigen, dass die eidgenössische Kommission für Denkmalpflege schon vor fünf Jahren ihr Veto gegen das Wunschprojekt der Stiftung einlegte, dann fragt sich, weshalb man den Weg bis zum (teuren) Scheitern vor Bundesgericht verfolgte. Hoffen wir für die angekündigte Information vom Januar auf den – in dieser Sache ausbaufähigen – Willen zur Transparenz.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.