/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Politisch engagierte Jugend

Kreuzlingen – «Die Jugend von heute …», diese Phrase wird zumeist nicht positiv genutzt. Doch es gibt durchaus Jugendliche, die sich für Politik und ihre Gemeinde interessieren. Diese haben sich nun entschieden ein Jugendparlament zu gründen. Wir waren bei der Gründungsfeier dabei.

Alle sind motiviert sich Jugendpolitisch und in der Jugendarbeit zu engagieren. (Bild: Ann-Marie Köhn)

Gemütliche Sessel, Schüsseln mit Chips, Nüssen und einige Jugendliche: im offenen Zentrum für Jugendarbeit in Kreuzlingen nichts Ungewöhnliches. Doch der Grund für die Versammlung ist genau das. Mara Bolliger ist erst 16 Jahre alt, geht noch zur Schule und ist Mitglied bei den Jungen Grünliberalen. «Meine politische Orientierung tut heute aber nichts zur Sache», erklärt Bolliger. Heute hat sie interessierte Jugendliche eingeladen mehr über Jugendparlamente zu erfahren und selbst eines zu gründen. Unterstützt wird sie dabei von Andreas Zoller. Er arbeitet mit dem «Dachverband Schweizer Jugendparlamente» (DSJ) und unterstützt unter anderem Jungendparlamente in St. Gallen und Appenzell.

Nach der Gründung kommt die Arbeit

Nach der Vorstellungsrunde geht es los. Ein Jugendparlamt ist erst mit drei Mitgliedern beschlussfähig, eine politische Ausrichtung ist nicht vorgegeben und der DSJ unterstützt das Parlament bei allem, was anfällt. Zum Beispiel Vorlagen zum Budget, erklärt Zoller. «Änderungen in den Statuten müssen einstimmig verabschiedet werden.» Der Name bleibt bei Jugendparlament Thurgau, beschliessen alle Anwesenden, der Beitritt ist allen Personen offen, die unter 26 Jahre alt sind. Dann folgt die Wahl des Vorstands, hier werden sechs Mitglieder einstimmig gewählt. Nach kurzer Debatte entscheiden sich alle für ein Co-Präsidium, die Wahl fällt auf Bolliger selbst und Luthien Leenders. Die noch ausstehenden Angelegenheiten werden bei der ersten Vorstandssitzung geklärt werden. Nach so viel Bürokratie wurde dann mit alkoholfreiem Sekt die Gründung gehörig gefeiert. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Parlament in Zukunft entwickelt.

Interessierte können sich unter mara.bolliger@gmail.com informieren und beitreten.

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