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Silvestergemeinde der Salensteiner Bürger

Salenstein – Jakob Diezi berichtet von der Salensteiner Silvestergemeinde, die am 31. Dezember bereits zum elften Mal die Bürgerinnen und Bürger versammelte. Sie hörten Wissenswertes aus dem Bürgerwald.

Waldverwalter Karl Ilg präsentiert die Standort-Tafeln
für die Beschriftung des Waldes. (Bild: zvg)

«Ein Jahr voller Extreme» betitelte der Bürgerpräsident Roland Ilg bei seiner Begrüssung das Jahr 2018, das mit wenigen Niederschlägen und durch grosse, andauernde Hitze geprägt war. So musste zum Beispiel das Holzsammeln für den Augustfunken fallen gelassen werden. Für die Landwirtschaft eine schwierige Zeit, wurde doch die Produktion von Futtermittel stark beeinträchtigt. Im Obst und Rebbau konnten aber trotzdem Rekordernten erzielt werden.

Die Trockenheit hatte auch fatale Auswirkungen auf die Forstwirtschaft. Obwohl der Salensteiner Wald gegenüber anderen noch einigermassen verschont blieb, war der Borkenkäfer sehr aktiv und sorgte für viel «Käferholz», so dass der Markt von Fichtenholz übersättigt wurde. Roland Ilg bemerkte auch, dass die Kosten für den Wald diskutiert werden muss. «Es geht doch nicht an, dass die verschiedensten Interessenten wie Freizeitsportler, Jagd und so weiter den Wald nutzen möchten und gleichzeitig die Preise für das Holz nur gerade knapp die Rüstkosten abdecken.».

Die erneuerte Feuerstelle bei der Mannenbacher
Waldhütte. (Bild: zvg)

35 Bürgerinnen und Bürger hatten sich im alten Schulhaus zur Versammlung eingefunden, wo ausser der Genehmigung des Protokolls keine Abstimmungen und Beschlussfassungen anstanden. Dafür wurden verschiedene Informationen rund um die Bürgergemeinde vermittelt. Bei den Mutationen war der Bestand an Bürgerinnen und Bürgern der gleiche wie im Vorjahr. Das heisst, in der Gemeinde wohnen 128 Bürgerinnen und Bürger, wovon 113 Stimmberechtigt sind. Anfangs Sommer wurden die beiden Grillstellen beim Werkhof «Götschenholz» und bei der Mannenbacher Waldhütte erneuert. Für die Feuerstelle bei der Mannenbacher Waldhütte hatte Peter Hutterli, Aktuar der Bürgergemeinde, Holzhocker angefertigt. Nach der Testbenutzung konnten die Feuerstellen dann leider durch das von Kanton und Politscher Gemeinde für längere Zeit notwendige, verhängte Feuerverbot nicht benutzt werden. Jetzt stehen die beiden Feuerstellen der Öffentlichkeit zur Verfügung, wobei für einen umsichtigen Umgang gebeten wird!

Wichtige Termine für das Jahr 2019 sind die Rechnungsgemeinde am 17. Mai, Holzsammeln für den 1.-Augustfunken am 27. Juli und der Christbaumverkauf am 21. Dezember. Ein Waldumgang für die Allgemeinheit ist für das Jahr 2020 vorgesehen.

Waldverwalter Karl Ilg berichtete, dass vom Kanton die Weisung kam, kein Holz zu schlagen, da genügen Holz, insbesondere Fichten, am Lager sei. Trotzdem wurde etwas Holz geschlagen, für Brennholz das gebraucht wurde und damit das Personal noch beschäftigt werden konnte. Für den Winterhau (siehe Anhang) werden etwa 135 Ster Brennholz benötigt. Da die Holzpreise tief sind, wird versucht einige Einzelstücke per Holzgant für einen besseren Preis an den «Mann» zu bringen. Der Christbaumverkauf verläuft immer zäher. Karl Ilg bittet vermehrt Werbung zu machen, die Christbäume bei der Bürgergemeinde einzukaufen!

Zum Schluss orientierte der Waldverwalter über seine schon längere Zeit geplante Absicht den Wald zu beschriften. Unter der Mithilfe des ehemaligen Försters Rolf Singer, wurden die 38 Standorte bestimmt, an denen die Standort-Tafeln aufgestellt werden. Gleichzeitig wird auch die Schreibweise verschiedener Waldgebiete korrigiert, beziehungsweise angepasst.

Den Abschluss der Sylvestergemeindeversammlung 2018 bildete traditionsgemäss das Salzissen-Essen bei Heidi Lutz im Restaurant «Löwen», Mannenbach.

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