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Mitentscheiden, mitreden, mitregieren

Kreuzlingen – Die Kreuzlinger Renata und Zoran Mitrovic haben eine «Partei für Secondis» gegründet. Damit wollen sie der grossen Masse eingebürgerter Schweizerinnen und Schweizer eine politische Heimat geben. Ihr Ziele sind hoch: neben der Mitgestaltung auf Gemeindeebene wollen sie auch kantonal und national mitpolitisieren. Doch erstmal ist Mitgliedersammeln angesagt.

So sieht das Logo der Partei auf der Homepage aus. (Bild: sb)

«Wir brauchen junge, dynamische und begeisterungsfähige aktive Mitglieder», kündigt Zoran Mitrovic an. «Um ganz klar zu reden: wir suchen künftige Gemeinderäte, Stadträte, Kantonsräte und Nationalräte.»

Grosse Ziel für eine Partei, die momentan nur gerade zwei Mitglieder hat. Mitrovic und seine Gattin Renata üben derzeit noch alle personellen, politischen und finanziellen Kompetenzen aus, sind aber schon fleissig auf Mitgliederfang.

Gesucht werden Schweizer mit abgeschlossenem Studium oder Ausbildung. Das ideale Mitglied sollte zudem über hervorragende Manieren verfügen, selbstbewusst sein, klar und deutlich sprechen und diverse Kommunikations- und Präsentationstechniken beherrschen können, findet Mitrovic. «Da niemand von uns als Politiker geboren ist, sollte man auch bereit sein, sich laufend durch Kurse und Seminare zu verbessern.»

1000 Franken Mitgliedesbeitrag
Das nötige Kleingeld müssen Interessierte ebenso mitbringen: 1000 Franken im Jahr kostet die Mitgliedschaft. «Das ist absichtlich so hoch angesetzt», erklärt er den Sinn dieser Hürde. «Es sollen sich nur solche anmelden, die Zeit haben für eine dauerhafte, ernsthafte und zielstrebige harte Arbeit.»

Angesprochen sind Doppelbürgerinnen und -bürger ohne Vorstrafe, aber vornehmlich solche mit Migrationshintergrund. «Wir möchten möglichst viele Frauen in unseren Reihen haben, denn diese politisieren anders als Männer», weiss der Ingenieur aus Erfahrung.

Sobald die Partei 70 Mitglieder hat, werden an der ersten Parteiversammlung alle Organe gewählt. Gemäss den Statuten sind dies Geschäftsleitung, Präsidium, Finanzchef und drei Personen für eine Ethikkommission. Die Partei soll eine Partei der Mitte werden. Konförderation, Demokratie, Neutralität, Toleranz und Lebensstandard sind Werte, welche die «Partei der Secondi» verteidigen will. Und: In unseren Augen sollte sich die EU ein Vorbild an der Schweiz nehmen und nicht umgekehrt», sagt Mitrovic.

In der Schweiz leben rund 900’000 Erwachsene mit Migrationshintergrund, die einen Schweizer Pass haben. Diese werden von den etablierten Parteien aber nicht richtig wahrgenommen, kritisiert Mitrovic. «Wenn wir es schaffen, diese amorphe politische Masse zu kristallisieren, zu fokussieren und schlussendlich an die Urne zu bringen, dann könnte unsere Partei eine der grössten der Schweiz werden», hofft er. Und am Ende könnte diese politische Stärke ganz hoch hinaus führen: bis in den Bundesrat, das wäre der Traum des Paares.

Interessierte können auf der Internetseite www.partei-der-secondi.ch und in den sozialen Netzwerken erfahren, wie sie zum Erfolg beitragen können.

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