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Nächster Sieg dank einer starken Schlussphase

Handball – Der HSC ist nicht zu stoppen. Auch der Tabellenzweite der 1.-Liga-Finalrunde hat vergeblich versucht, den HSC Kreuzlingen zu stoppen. Beim 27:25 in Baden feierte er seinen 16. Sieg in Serie.

Der U21-Internationale Thierry Gasser war mit sieben Treffern aus dem Spiel heraus der beste HSCK-Schütze. (Bild: Gaccioli)

Nach dem erknorzten 26:25-Startsieg vor heimischem Publikum über den SV Fides St. Gallen war man auf den zweiten Finalrundenauftritt des HSCK beim letztjährigen NLB-Absteiger HSG Siggenthal/Vom Stein Baden gespannt. Laut Cheftrainer Marcel Keller hatte die Mannschaft unter der Woche sehr gut trainiert. Und die Kreuzlinger begannen in der kleinen Aue-Sporthalle in Baden denn auch vielversprechend, lagen nach gut elf Spielminuten mit 7:4 vorne. Aber danach verfielen sie wieder in das bereits gegen St. Gallen gesehene Muster: Im Wissen um das eigene Offensivpotenzial liess man es in der Abwehr etwas (zu) sorglos angehen. Die topmotiverten Aargauer, welche die letzten beiden Partien gewonnen hatten, nützten die ihnen gewährten Freiheiten dankend aus und wendeten das Blatt zum 14:11. Beim HSCK passte in dieser Phase ebenso im Angriff wenig zusammen. Bezeichnenderweise erzielte er zwei seiner letzten drei Treffer zum 16:14-Pausenstand für Siggenthal mittels Penalty. Fabian Schneider zeichnete sich mit vier verwerteten Versuchen als zuverlässiger Penaltyschütze aus.

Gastgeber hält dagegen
Mit der Abwehrarbeit seines Teams in den ersten 30 Minuten war der HSCK-Trainer verständlicherweise nicht zufrieden. Obschon sich seine Spieler in diesem Bereich in der zweiten Halbzeit klar steigerten, wollte trotzdem keine Ruhe einkehren. Mehrmals verpassten es die Thurgauer im Angriff, den knappen Rückstand ganz abzutragen. Stattdessen bauten sie die Gastgeber mit Eigenfehlern oder unpräzisen Abschlüssen immer wieder auf. Und Siggenthal begann langsam aber sicher an den Überraschungscoup zu glauben. Angeführt von einem starken Spielmacher Marius Moser setzten sie den HSCK weiter unter Druck. Aber diese hatte mit João Perez wie schon gegen St. Gallen einen starken Keeper zwischen den Pfosten. Auch weil sich die ganze Mannschaft in der Schlussviertelstunde zu steigern vermochte, gelang den Gästen vom Bodensee in der 49. Minute mit dem 22:22 durch Kreisläufer Matthias Maurer der Gleichstand. Die Aargauer, welche bis dahin ihre bisher beste Leistung in der Finalrunde abriefen, begannen nun abzubauen und zeigten Nerven. So setzte Moser beim Stand von 23:22 einen Penalty neben den Pfosten und in Überzahl kassierte Siggenthal gleich zwei Gegentreffer zum 23:24.

Wegweisende Penaltyduelle
Das war allerdings nur der Auftakt zu fünf packenden Schlussminuten, in denen wiederum HSCK-Keeper Perez im Mittelpunkt stand. Offenbar hatten seine Paraden beim Gegner einige Spuren hinterlassen. So scheiterte auch Noah Grau mit seinem Penalty am Gästetorhüter und nach einer weiteren ohne Gegentreffer überstandenen Unterzahl sorgten Arie Thür und Thierry Gasser mit ihren Treffern zum 23:26 für die Entscheidung zugunsten der Thurgauer. Zwar stellte HSG-Trainer Sascha Schönholzer in der Schlussphase noch auf eine Manndeckung um, doch näher als bis auf zwei Treffer kamen die Aargauer nicht mehr heran. Die junge Kreuzlinger Mannschaft feierte so dank einer klaren Steigerung in der Abwehr (nur neun Gegentore in der 2. Halbzeit!) den 16. Sieg im 16. Meisterschaftsspiel, obschon sie insgesamt acht Minuten lang mehr in Unterzahl agieren musste als der Gegner.

Derby in Frauenfeld
Der Erfolg in Baden und der Vorstoss auf Tabellenplatz zwei (4:0 Punkte) hinter der HSG Leimental (5:1 Punkte) ist für den HSCK bestimmt eine zusätzliche Motivationsspritze für das mit Spannung erwartete Kantonalderby vom nächsten Sonntag in Frauenfeld. Die Hauptstädter (2:2 Punkte) werden sicher alles versuchen, um den Rivalen vom Bodensee im dritten Saisonvergleich erstmals zu bezwingen. Die Partie wird um 19 Uhr in der Militärsporthalle Auenfeld angepfiffen.

HSG Siggenthal – HSC Kreuzlingen 25:27 (16:14)
Aue. – 100 Zuschauer. – Sr. Mönig/Summ.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Siggenthal, 6-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.
Siggenthal: F. Spuler (6 Paraden, davon 1 Penalty), Crippa (2 Paraden); Strittmatter, Feldmann (3), Meier, Eglauf (1), Schmid (2), Moser (5/2), Grau, Wiederkehr (3), Kalt (1), R. Spuler (3), Binder (6), Rosenthal (1),
Kreuzlingen: Perez (15 Paraden; davon 3 Penalties), Färber (0/für 1 Penalty); Singler (1), Briegmann, Maurer (4), Bär (1), Heim, Kappenthuler, Thür (2), Mettler, Kun (1), Gasser (8/1), Schneider (8/4), Fricker (2).
Penaltystatistik: Siggenthal 2/5, Kreuzlingen 5/6.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Bärtschi, Deriks, Perazic (alle nicht im Aufgebot), Gyuris und Zeller (beide rekonvaleszent).

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