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Überraschung in Bottighofen

Bottighofen – Zu einer Überraschung kam es am Sonntag bei der Wahl zum Gemeindepräsidenten in Bottighofen. Matthias Hofmann gewann klar vor Beat Müller und Michael Thurau. (Thomas Martens)

Der abtretende Gemeindepräsident Urs Siegfried (links) gratuliert seinem Nachfolger Matthias Hofmann.

Als der abtretende Gemeindepräsident Urs Siegfried das Wahlresultat verkündete, gab es jede Menge erstaunte Gesichter im Bottighofer Gemeindezentrum. Nicht der nach dem ersten Wahlgang führende Gemeinderat Beat Müller (246), sondern Zahnarzt Matthias Hofmann erhielt diesmal die meisten Stimmen (318). Mit 156 Stimmen weit abgeschlagen wurde Primarschulpräsident Michael Thurau Dritter. Er erhielt sogar 19 Stimmen weniger als im ersten Wahlgang. Die Stimmbeteiligung lag bei 61,20 Prozent, etwas geringer als im November. 732 gültige Wahlzettel lagen vor.

Während Müller seinen Stimmenanteil leicht um 23 ausbauen konnte, schaffte Hofmann den weitesten Sprung. Ihm gelang es, 135 Stimmbürger zusätzlich von sich zu überzeugen. Der 55-Jährige macht dies an seinem Wahlkampf nach dem ersten Wahlgang fest: «Mein Flyer ist gut angekommen», sagte er. Mitentscheidend sei seiner Ansicht nach auch seine klare Aussage zum Stellenpensum von 50 Prozent gewesen. Für Hofmann ist jetzt wichtig, Gräben in der Gemeinde zuzuschütten: «Der Wahlkampf hat hohe Wellen geworfen.» Als faire Wahlverlierer zeigten sich Beat Müller und Michael Thurau. «Ich konnte meine Wählerschaft auch im zweiten Wahlgang mobilisieren und sogar noch etwas zulegen», bilanzierte Müller.

Obwohl bereits nach dem ersten Wahlgang auf Platz drei hatte sich Thurau nach eigenen Angaben «durchaus Chancen ausgerechnet», die Wahl für sich zu entscheiden, da in der Kreuzlinger Schulbehörde «wieder Ruhe eingekehrt sei». Er ist noch bis zum Sommer Schulpräsident in Bottighofen, Pläne für ein neues politisches Amt hat er noch nicht.

Neuer Schulpräsident
Als Nachfolger für Thurau als Präsident der Primarschulbehörde wählten die Bottighofer Stimmbürger ebenfalls am Sonntag Dario My, der bereits Mitglied der Primarschulbehörde ist und keinen Gegenkandidaten hatte. My erhielt 537 von 574 gültigen Stimmen.

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