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Derbyerfolg erst in den letzten neun Minuten gesichert

Handball – Der 17. Sieg im 17. Saisonspiel realisierten die Kreuzlinger 1.-Liga-Männer beim 33:27 in Frauenfeld erst mit einem starken Finish gegen den nachlassenden Gastgeber.

Torhüter João Perez zeigte mit 15 Paraden erneut eine starke Leistung. (Bild:Mario Gaccioli)

Das dritte Finalrundenspiel des HSC Kreuzlingen knüpfte nahtlos an jene gegen den SV Fides St. Gallen (27:26) und zuletzt bei der HSG Siggenthal/Von Stein Baden (27:25) an: Nicht restlos überzeugend, am Ende aber doch erfolgreich! Erneut brachte das Team von Cheftrainer Marcel Keller die beiden Punkte erst mit einem überzeugenden Endspurt ins Trockene, nachdem vorher primär in der Abwehr einiges nicht zusammenpasst. «Das ist aber Jammern auf hohem Niveau,» meinte ein Zuschauer nach dem Schlusspfiff in Frauenfeld. «Stimmt,» entgegnete ein Kreuzlinger Anhänger, «aber die Ansprüche sind halt bei dieser Kaderqualität- und Breite gestiegen!» Mit neu 6:0 Punkten ist den Hafenstädtern der Start in die Finalrunde resultatmässig definitiv geglückt. Als einzige Mannschaft steht der HSCK in der Gruppe 1 der Finalrunde noch mit weisser Weste da. Alle Widersacher haben schon mindestens drei Verlustpunkte auf dem Konto.

Doppel-Heimrunde
Am nächsten Wochenende bestreiten die Kreuzlinger gleich zwei Heimspiele von weniger als 24 Stunden. Zuerst empfängt die Keller-Truppe am Samstag um 18 Uhr den Tabellensiebten, die Seen Tigers aus Winterthur. Am Sonntag um 16 Uhr gastiert dann die SG Andelfingen (6. Rang) in der Sporthalle Egelsee. Da Andelfingen am Vortag ebenfalls ran musst, ist die kräftemässige Ausgangslage dieselbe.

David Fricker war mit acht Treffern der erfolgreichste Kreuzlinger Werfer im Kantonalderby. (Bild: Mario Gaccioli)

Hartnäckige Frauenfelder

Im dritten Saisonduell zwischen dem SC Frauenfeld und dem HSC Kreuzlingen fehlten verletzungs- oder krankheitshalber auf beiden Seiten mehrere wichtige Spieler. Die Kantonshauptstädter setzten über weite Strecken des Derbys das um, was sie im Vorfeld versprochen hatten. Sie kämpften und rackerten verbissen. So machte das Team von Trainer Urs Schärer die spielerische und individuelle Unterlagenheit wett und setzte dem Favoriten mehr zu, als ihm das lieb sein konnte. Hätte der HSCK nicht einmal mehr auf die Abwehrkünste von Keeper João Perez zählen können, er wäre bei Halbzeit deutlicher als nur mit 13:14 im Hintertreffen gelegen. Das Abwehrverhalten des HSCK änderte sich auch in den zweiten 30 Minuten vorerst nicht nachhaltig. Immer wieder liess man den Frauenfelder Angreifern zu viel Platz für erfolgreiche Abschlüsse. Bis neun Minuten vor Schluss lag für die Gastgeber beim Stand von 26:26 ein Überraschungscoup in Reichweite. Während HSCK-Trainer Marcel Keller immer noch auf eine gutbesetzte Ersatzbank zurückgreifen konnte und seinen grippegeschwächten und bis dahin geschonten Spielmacher Thierry Gasser doch noch in die Schlacht warf, fehlten Frauenfelds Urs Schärer die Alternativen. Seine Spieler liefen mehr und mehr auf dem Zahnfleisch. Mit vier Treffern in Serie zum 26:30 innerhalb von rund vier Minuten sorgten die Kreuzlinger schliesslich für die Entscheidung. Der Rest war Formsache.

Treffsichere Flügelzange
Die Besten im HSCK-Dress waren im Derby die beiden Flügelspieler David Fricker (rechts) und Fabian Schneider (links), die zusammen für beinahe die Hälfte aller Kreuzlinger Treffer verantwortlich zeichneten. Fricker erzielte dabei in der zweiten Halbzeit wichtige Tore. Das gilt auch für Arie Thür in der Schlussphase, obschon der Linkshänder wegen der Rekrutenschule seit mehreren Wochen nicht mehr mit der Mannschaft trainieren kann.

SC Frauenfeld – HSC Kreuzlingen 27:33 (14:13)
SH Auenfeld. – 250 Zuschauer. – Sr. Brülisauer/Bitici.
Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Frauenfeld, 3-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.
Frauenfeld: Von Wyl (1.-30./45.-60./9 Paraden), Fueter (31.-45./1 Parade); Hübner, Ricci, Santos Lopes (1), Petrig (4/2), Ponca (3/1), Zimmermann (6), Stanger (3), Müller (3), Gruber, Schwander (6), Heim, Schärer (1/1).
Kreuzlingen: Perez (1.-60./15 Paraden), Färber (für 2 Penalties/1 Parade); Singler (4), Briegmann, Maurer (3), Bär (2), Heim (1), Kappenthuler (2), Thür (3), Mettler (1), Kun (1), Gasser (1), Schneider (7/1), Fricker (8).
Penaltystatistik: Frauenfeld 4/6, Kreuzlingen 1/2.
Bemerkungen: Frauenfeld ohne Bürgi, Seidenglanz, Rutschmann, Berger, Vonlanthen, Walter und Schärer ; Kreuzlingen ohne Bärtschi, Dedaj, Peraciz (alle überzählig), Gyuris, und Zeller (beide rekonvaleszent).

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