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Lebenslänglich. Briefwechsel zweier Heimkinder

Im Bodman-Literaturhaus Gottlieben stellt Lisbeth Herger ihr Buch «Lebenslänglich. Briefwechsel zweier Heimkinder» vor. Die Sonntagsmatinée findet am 17. Februar um 11 Uhr statt, mit Zopf und Kafi danach.

Das kleine Literaturhaus in Gottlieben. (Bild: zvg)

Diana Bach (*1948) und Robi Minder (*1949) verbringen lange Jahre ihrer Kindheit in einem religiös geführten Kinderheim. Sie erleben Gewalt und wachsen in einer von Kälte und Angst dominierten Welt auf. Nach über fünf Jahrzehnten treffen sie sich wieder. Diana, mittlerweile pensioniert, ist Lehrerin geworden, Robi arbeitet als Hauswart und lebt mit seiner Familie. Beide tragen die Verletzungen der Kindheit noch in sich.

Sie beginnen sich zu schreiben, tauschen sich über ihr Leiden und ihre Strategien des Überlebens aus. Und sie beteiligen sich an der Diskussion um Wiedergutmachung. Lisbeth Herger hat die Lebensgeschichten von Diana und Robi entlang der Quellen nachgezeichnet, hat ihren Briefwechsel bearbeitet und zeit geschichtlich eingebettet. So werden zwei Schicksale zu hörbaren Stimmen und eindrücklichen Porträts. Entstanden ist eine sehr persönliche und historisch fundierte Reflexion zur Aufarbeitung der administrativen Versorgungen. Ein Zeitzeugnis der Schweizer Sozialgeschichte.  Lisbeth Herger liest und erzählt, Diana Bach und Robert Minder werden anwesend sein.

Lisbeth Herger. (Bild: aargauerzeitung)

Lisbeth Herger ist Journalistin und Autorin verschiedener Sachbücher, u.a. «Zwischen Sehnsucht und Schande. Die Geschichte der Annamaria Boxler 1884–1965» sowie «Unter Vormundschaft. Das gestohlene Leben der Lina Zingg».
www.lisbethherger.ch

Reservationen: +41 (0)71 669 34 80 oder sekretariat@bodmanhaus.ch www.bodmanhaus.ch

 

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