/// Rubrik: Leserbriefe | Topaktuell

Klassisches Eigentor

Leserbrief – Maria Bader nimmt Bezug auf dem Leserbrief von Fabienne Herzog und hinterfragt die dort genannte «Grüne Politik» der SP.

Lerserbrief (Bild: Archiv)

Der Leserbrief «Wir haben keinen Planet B» von Gemeinderätin Fabienne Herzog, könnte man als ein klassisches Eigentor zu Ungunsten der SP bezeichnen. Die SP wird im Leserbrief als eine Partei mit einem ausgewiesenen ökologischen Gewissen dargestellt. Dazu seien mir folgende Ausführungen gestattet.  Der Kunstrasen wurde gerade letzten Sonntag vom Wähler aus höchstwahrscheinlich ökologischen Gründen abgelehnt, weil er eben eine Umweltsünde darstellt. Laut Zeitungsberichten wurde im November vom Gemeinderat der «Kunstrasen» einstimmig (also keine Nein-Stimme oder Enthaltung) angenommen, also auch von der SP-Fraktion, sowie Freien Liste (welche auch für grünen Politik stehen möchte).

Wo waren bei dieser Abstimmung die Vertreter der «Grünen Politik», der grünen Interessen?
Auf dem Flyer vom Pro Komitee für den Kunstrasen ( https://sportnetz-kreuzlingen.ch/ja-zum-kunstrasenplatz-im-gebiet-doebeli/5796/ )werden folgende SP-Gemeinderäte als Unterstützer aus Politik namentlich genannt: Markus Brüllmann, Osman Dogru, Cyrill Huber, Dino Lioi – zudem als Mitglied des Pro Komitees Ruedi Herzog, ebenfalls SP-Gemeinderat. Also fünf von zehn SP- Vertretern im Gemeinderat leisteten vollen Einsatz für den Kunstrasen.

Und nun soll ich folgenden Ausspruch von Gemeinderätin Herzog Glauben schenken: «die Vertretung der grünen Interessen liegt der SP Fraktion seit Jahren am Herzen.» Offenbar entdeckt die SP neben ihrem sozialen Gewissen, auch ihr grünes Gewissen pünktlich zu den bevorstehenden Gemeinderatswahlen.

Den Leserbrief «Wir haben keinen Planet B» von Fabienne Herzog finden sie hier. 

Share Button

2 thoughts on “Klassisches Eigentor

  1. Frischkknecht ernst

    Frau Bader nimmt eine m. E. auch negative Stellungnahme in Sachen Kunstrasen heraus, um dann die ganze SP-Politik zu diskreditieren. In der Gesamtheit des Einsatzes der SP Kreuzlingen darf man insgesamt von einer verantwortungsvollen Umweltpolitik sprechen. Ich hoffe, Frau Bader analysiert gleichermassen spitzfindig die Aktivitäten z. Bsp der FDP und SVP!

    Antworten
  2. Daniel Moos

    Geschätzte Frau Bader, ihre Annahme ist falsch, dass es bei einem einstimmigen Wahlresultat keine Enthaltungen geben kann. Die Enthaltungen werden auch im Gemeinderat wie Leerstimmen bei einer Volksabstimmung berücksichtigt.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.