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Kultur mitten in der Natur

Kreuzlingen – Im Rahmen des Wettbewerbs «Entdeckung des Stadtraums 2019» soll im Schrofen ein neues Kunstwerk entstehen. Bis Mai können Projekte bei der Kunstkommission eingereicht werden. (Judith Schuck)

Stadträtin Dorena Raggenbass sondiert mit Architekt Fabio Frison (l.) und Klemenz Somm das Gelände, auf dem das Kunstwerk zu stehen kommt. (Bild: js)

Der Schrofen in Kurzrickenbach ist ein verwunschener Ort. Durch den Tobel rauscht der Schoderbach, und wer am Schrofentobelweg entlang spaziert, erhält einen wunderschönen Ausblick auf den See mit Hinterland. Am Wegrand grenzen die Überreste eines rostigen Tors eine Lichtung mit alten Weihrauchzedern zum umgebenden Landwirtschaftsgebiet des Schrofenhofs ab. Hier stand einmal das Schloss Schrofen. Bereits um 1480, im Besitz eines Ulrich Schniders, gehörte eine Badestube dazu, denn im nahegelegenen Tobel befand sich eine Heilquelle, die über viele Jahrhunderte genutzt wurde. 1956 wurde das Schloss nach zahlreichen Besitzerwechseln abgebrochen.

Leerstelle mit viel Gehalt
Auf der Suche nach einem Ort für das Projekt «Entdeckung des Stadtraums 2019» stiessen die Mitglieder der Kunstkommission Kreuzlingen auf diese historische Stätte. «Hier gibt es viel Geschichte, die man aber nicht mehr sieht», erklärt der Architekt Fabio Frison, der den Kunstwettbewerb bereits zum fünften Mal leitet. Seit 2010 schreibt die Stadt diesen alle drei Jahre aus. Die Kunstwerke sollen einen Dialog zwischen Öffentlichkeit und Kunst herstellen. Zuletzt realisierte Markus Brenner «Die Couch» im Bellevue-Park, eine Hommage an die Psychoanalyse und die psychiatrische Klinik Bellevue.

Fast alles ist erlaubt
Vorgaben sind: beständiges Material, Bezug zum Ort und die Machbarkeit. 2019 ist erstmals ein Platz ausserhalb der Stadt gewählt worden. «Die einzelnen Standorte sind dazu gedacht, sie auf einer Rundtour zu entdecken», so Frison. Landwirt Klemenz Somm ist der Eigentümer der Parzelle im Schrofen, auf der ab Herbst das Siegerprojekt entstehen soll. Er freut sich bereits darauf: «Kunst verschönert das Grundstück. Und vielleicht nimmt ein Künstler Bezug auf die Heilquelle und baut ein Sprudelbad», sagt er mit einem Augenzwinkern. Was die Grösse und Umsetzbarkeit betrifft, gebe es zwar keine direkten Auflagen, ergänzt Kultur-Stadträtin Dorena Raggenbass, «aber die Projekte werden mit dem Parzellen-Besitzer und der Bauverwaltung abgeklärt.»

Die Jury bilden neben Mitgliedern der Kommission Klemenz Somm, Architekt Bernard Roth, Salome Kuratli sowie die Schülerin Kira van Woudenberg als Junior-Mitglied.

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2 thoughts on “Kultur mitten in der Natur

  1. Urban Büchel, Kreuzlingen

    Der Schrofen in Kurzrickenbach ist ein verwunschener Ort. Durch den Tobel rauscht der Schoderbach, und wer am Schrofentobelweg entlang spaziert, erhält einen wunderschönen Ausblick auf den See mit Hinterland.

    Durch das Schrofentobel rauscht der „Chogenbach“ und nicht der „Schoderbach“.

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  2. RIchard Frank

    Der schrofen war Unser Landsitz im 19.Jahrhundert. Wir koennen Ihren auf Wunsch mehr Informationen zusenden

    RIchard Frank-Lorenz-Draskovich

    Japan 22.Juli 2020

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