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Mehr Wasserunfälle als im Vorjahr

Kreuzlingen – Auf dem gesamten Bodensee kam es zu weniger unfällen. Dies gilt jedoch nicht für den Bereich des Kantons Thurgau. Beispielsweise ereigneten sich alle Taucherunfälle in Kreuzlingen.

Die Taucher der Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau kamen im vergangenen Jahr zu 26 Einsätzen. (Bild: Kapo TG)

Letzten Sommer herschten grandiose Wetterbedingungen für Wassersportler. Dies sorgte leider auch für drei Tote, im Jahr 2017 verstarb niemand. Die Gesamtzahl der Unfälle auf dem Thurgauer Teil des Bodensees und Hochrheins stieg mit 24 registrierten Unfällen gegenüber dem Vorjahr um drei an, liegt jedoch im langjährigen Mittel. Insgesamt mussten 88 Personen, die das Ufer nicht mehr aus eigener Kraft erreichen konnten, aus Seenot gerettet werden. Sechs der 24 Unfälle passierten beim Baden, was eine Verdoppelung im Vergleich zum Jahr 2017 bedeutet. Gleich mehrere Personen verletzten sich beim «Summerslide» am Untersee. 14 waren Schiffsunfälle.

Traurige Bilanz

Sämtliche Tauchunfälle ereigneten sich im Raum Kreuzlingen bei Bottighofen an zwei verschiedenen Tauchplätzen. Im Juni verstarb ein Mann bei einem Tauchgang zum Wrack der «Jura» vor Bottighofen. Im Januar stürzte in Romanshorn ein Rollstuhlfahrer über die Hafenmauer ins Hafenbecken. Trotz des schnellen Einsatzes der Kantonspolizei Thurgau verstarb er an den Folgen des Sturzes. Und im Juli musste in Landschlacht ein Mann nach einem Sturz von seinem Boot tot aus dem Wasser geborgen werden. Leider ist auch die zahlt der Suizide nicht gesunken, sondern ist bei acht gleich geblieben.

Unachtsame Hobby-Bootsfahrer

Auf der Hochrheinstrecke gab es im vergangenen Jahr einen Unfall zu verzeichnen. Zudem kam es immer wieder zu brenzligen Situationen, weil Schlauchbootfahrer und andere Rheinbenutzer die Kraft des Wassers und die Gefahren der Hindernisse unterschätzten. Deshalb führte die Seepolizei insbesondere an Tagen mit hohem Verkehrsaufkommen Kontrollfahrten durch.

Nicht auf das Schiff abgesehen

21 Schiffsmotoren wurden gestohlen, was einer Zunahme von acht Stück entspricht.  Über die letzten Jahre zeigt sich eine steigende Tendenz. Deshalb führt die Kantonspolizei Thurgau regelmässig Kontrollen in Häfen durch und arbeitet bei den Ermittlungen eng mit den Nachbarkantonen und –ländern zusammen. Zusätzlich wurden Anfang 2018 alle Bootsbesitzer mit einem Infoflyer für das Thema sensibilisiert. Drei der sechs entwendeten Schiffe wurden wieder aufgefunden und an die rechtmässigen Besitzer zurückgegeben.  Der totale Schadensbetrag beläuft sich auf rund 160’000 Franken und und liegt damit 30’000 Franken höher als im Vorjahr.

Die Taucher der Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau wurden 2018 zu 26 Einsätzen aufgeboten. Sie bargen beispielsweise Schiffe und Fahrzeuge und führten technische Kontrollen durch. Die ebenfalls zur Seepolizei gehörende Ölwehr und die drei See-Ölwehrstützpunkte verzeichneten neun Einsätze.

Der Bodenseepegel bewegte sich im Winter und Frühjahr auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. Aufgrund des ausserordentlich trockenen Sommers sank der Wasserspiegel ab Mitte Juni dann auf einen sehr tiefen Pegel.

Gesamter See: Deutlich weniger Unfälle

Auf dem gesamten Bodensee und dem Hochrheinabschnitt bis Schaffhausen ereigneten sich im Jahr 2018 183 Unfälle. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Abnahme von 46 Ereignissen. Diese forderten 42 Verletzte, 38 waren es noch im Jahr 2017 und 13 Tote, 2017 waren es zehn Tote.

Ratschläge der See- und Wasserschutzpolizeien am Bodensee für die Wassersportsaison

  • Legen Sie ihre Rettungsmittel bereit und ziehen sie diese rechtzeitig an.
  • Achten Sie auf Vollzähligkeit und Funktionsfähigkeit der Mindestausrüstung.
  • Beobachten Sie die Wetterlage und die Wetternachrichten.
  • Achten Sie auf die Funktion der Positionslichter.
  • Nutzen Sie bei Notfällen auf dem Bodensee den internationalen Notruf 112 und gegebenenfalls den Notrufkanal 16 auf UKW-Funk.
  • Achten Sie auf Unfallverhütung an Bord. (Vermeidung von Stolperfallen, Einnahme sicherer Sitzplätze, Nutzung von Haltemöglichkeiten für sicheren Stand).
  • Achten Sie bei entsprechenden Pegelständen auf die Fahrwassertiefe.
  • Informieren Sie sich als Wassersportler über die geltenden Vorschriften.
  • Prüfen Sie die Zulassung Ihres Bootes sowie die Gas- und Elektroanlagen.
  • Schützen Sie Ihr Boot vor Diebstahl und Einbruch und melden sie diesbezügliche verdächtige Wahrnehmungen umgehend der Polizei.
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