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Besmerhuus sticht in See

Kreuzlingen - Die Bewohner des Besmerhuus nehmen mit einem grossen Fasnachts-Wagen am grossen Fasnachtsumzug in Kreuzlingen teil. Bis dahin haben sie jedoch noch einiges zu basteln und zu organisieren.

Am Fischerboot und den Kostümen hat die Fasnachts-Gruppe noch einiges zum Basteln und ein Fahrer muss auch noch gefunden werden. (Bild: av)

Die Fasnachts-Gruppe des Besmerhuus, das Wohnheim und die Beschäftigungsstätte in Kreuzlingen, steckt mitten in den Vorbereitungen. «Wenn in Kreuzlingen etwas läuft, möchten wir etwas dazu beitragen, um ein Teil von Kreuzlingen zu sein», sagt Fabienne Wüst, Mitglied des Organisationskomites der Fasnachts-Gruppe des Besmerhuus. Deshalb war für die Mitarbeiter klar, dass sie mit den Bewohnern am grossen Fasnachtsumzug vom Sonntag, 24. Februar, dabei sein werden. So schlossen sich zum Fasnachts-OK Florian Trempa, Elke Hiob, Caroline Fleury, Fabienne Wüst, Vanessa Bruno und Verena Ringli zusammen. Die Teilnahme in Kreuzlingen ist die Erste, aber sie sind keine Fasnachts-Anfänger. In den letzten Jahren liefen die Bewohner bereits in Bürglen und Friedrichshafen (Deutschland) bei den Fasnachts-Umzügen mit. Da jedoch ohne grossen Wagen. Damit dieses Mal auch Bewohner mit Gehproblemen dabei sein können, wird ein sieben Meter langer, zwei Meter breiter und drei Meter hoher Fasnachts-Wagen in Form eines Fischerbootes gebaut. Auf die Idee des Fischerbootes kam das OK, weil Kreuzlingen am See liegt und der Jahresausflug vom letzten Jahr eine zweiwöchige Ostseefahrt war. «Die Bewohner hatten während des Urlaubs riesen Spass auf dem Schiff. Damit haben sie auch einen persönlichen Bezug zu unserem Fasnachts-Thema», sagt Trempa.

Es wird knapp

Trotz der grossen Motivation am Wagenbau erlitt die Fasnachts-Gruppe einen herben Rückschlag. Dadurch, dass der Wagen während des Baus ständig draussen steht, machte ihnen immer wieder das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Vor ein paar Monaten hätten sich durch den Regen die Bodenplatten des Fischerbootes dermassen verzogen, dass das Boot wieder auseinander geschraubt werden musste, um die Bodenplatten neu anzusägen, so Fleury. Nicht nur dies, auch die Temperatur der letzten Tage war für die Farbe zu tief, denn sie trocknete nicht. Deshalb wird in den nächsten Tagen in der Beschäftigungsgruppe von Hiob einiges an Deko gebastelt. Dazu gehören Fische, Fischerkörbe, Netze, Angelruten und was sonst auf ein Fischerboot gehört. Jeder Bewohner, welcher auch möchte, denn die Teilnahme in der Fasnachts-Gruppe ist freiwillig, leistet seinen Beitrag. Zum Beispiel schneidet einer den Fisch aus Pappe aus, der nächste bemalt ihn und ein weiterer klebt Schuppen darauf. Auch sonst brachten sich die Bewohner in die Planung mit ein und machten viele Vorschläge zur Gestaltung. «Wenn sich die Bewohner nicht daran beteiligt hätten, hätte das Ganze keinen Sinn gemacht», sagt Trempa. Nicht nur an der Gestaltung des Wagens wird noch in den nächsten Tagen gefeilt, auch die Kostüme müssen organisiert und daran gebastelt werden. «Wir verkleiden uns als Fischer, da braucht es nur Gummistiefel, einen Mantel, eine Angelrute und fertig», sagt Trempa. Wenn es nur das wäre. Ein Fahrer für den Traktor, welcher das Fischerboot zieht, fehlt auch noch. «Im Notfall fährt der Heimleiter Markus Bruggmann höchstpersönlich den Fasnachts-Wagen», sagt Trempa und lacht verschmitzt.

Dies ist nur der Anfang

Die Fasnachts-Gruppe und das Fischerboot sollen nicht in der Versenkung verschwinden, sondern weiter optimiert werden. Denn sie wollen auch weiterhin an Umzügen in der Region Teilnehmen. «Wir hoffen, dass die Bewohner die Fasnachts-Gruppe weiter am Leben erhalten», sagen die OK-Mitglieder.

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