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HSC-Frauen mit Heimsieg auf Platz drei

Handball – Mit dem 32:20-Heimsieg über Stans hieven sich die Kreuzlinger Handballerinnen auf Platz drei der Auf-/Abstiegsrunde SPL1/SPL2. Am Donnerstag spielen sie erneut zu Hause und empfangen um 19.30 Uhr die HSG Leimental.

Selina Weidmann (links) hatte gegen Stans mit neun Toren aus neun Versuchen einen ganz starken Auftritt. (Bild: Gaccioli)

Die Erleichterung war gross. Nach 60 Minuten mit vielen guten Phasen und nur wenigen Durchhängern hatte der HSCK den BSV Stans, der die SPL2-Hauptrunde auf Augenhöhe abschloss, in die Knie gezwungen. Verdientermassen, denn das Bodensee-Team lag nach dem 1:0 durch Selina Weidmann bis zum Abpfiff immer in Führung.

«Viel Charakter bewiesen»
Gegenüber der Startpartie in Zürich konnte sich die Mannschaft von Cheftrainerin Kristina Ertl Hug und ihres Assistenten Valon Dedaj in allen Bereichen steigern. Bei einer etwas besseren Chancenauswertung hätte der HSCK bereits bei Halbzeit höher als nur mit 14:10 führen müssen. Unter anderem wurden drei Gegenstösse vergeben. «Insgesamt war das aber trotzdem ein guter Auftritt», freute sich auch Ertl Hug. Natürlich gebe es immer noch Steigerungspotenzial, «aber meine Spielerinnen haben in der heiklen Phase, als wir Stans aufgrund von drei Strafen gegen uns wieder bis auf ein Tor haben aufschliessen lassen müssen, kühlen Kopf bewahrt und auch viel Charakter bewiesen.» Tatsächlich fiel die Entscheidung zu Gunsten der Thurgauerinnen ausgerechnet während einer Strafe gegen sie. Mit zwei Treffern überrumpelten sie die Nidwaldnerinnen zum 18:15 (40. Minute), kassierte selbst kein Gegentor, und legte bei numerischem Gleichstand gleich noch drei Tore zum 21:15 (42.) nach. Dieser Rückschlag hinterliess Spuren bei Stans und die Weichen waren damit frühzeitig gestellt.

Zum Schluss acht Tore in Serie
In den letzten zehn Minuten folgte dann noch die Kür. Der HSCK setzte gegen sichtlich entmutigte Gäste zu einem tollen Endspurt an und schraubte das Skore mit acht  Toren in Serie noch zum 32:20-Endstand in die Höhe. Erfolgreichste Kreuzlinger Werferinnen waren Topscorerin Katja Sivka und Selina Weidmann mit jeweils neun Treffern. Erwähnenswert: Weidmann erreichte eine 100-prozentige Wurfausbeute und trotz einer Spezialbewachung. Und Sivka erzielte mit dem 31:20 ihren bereits 100. Saisontreffer. Die Basis für den wichtigen Erfolg legte Kreuzlingen allerdings primär in der Abwehr, wo sich Torfrau Adriane Hajduk mit einer Abwehrquote von 37 Prozent ebenfalls eine gute Note verdiente. Bei Stans kam Topscorerin Samira Schardt nicht wie gewünscht zur Geltung. Vier ihrer sieben Treffer erzielte sie per Penalty. Und auch Rückraumshooterin Nadja Fellmann blieb desöftern in der robusten Abwehr des HSCK hängen.

Nächstes Heimspiel bereits am Donnerstag
Mit dem klaren Erfolg über Stans tankten die Kreuzlingerinnen wichtiges Selbstvertrauen. Selbstvertrauen, das sie auch am Donnerstag ab 19.30 Uhr im Heimspiel gegen die HSG Leimental in die Waagschale werfen wollen. Die Baslerinnen hatten am Samstag mit einem 38:36-Erfolg über das zuvor verlustpunktlose GC Amicitia Zürich überrascht und werden eine harte Knacknuss darstellen. Hinter dem bislang souveränen HV Herzogenbuchsee (6:0 Punkte) liegen derzeit gleich vier Teams innerhalb von zwei Punkten. Einzig Stans ist bisher noch ohne Punktgewinn und steht damit bereits am 4. Spieltag unter einigem Erfolgsdruck.

HSC Kreuzlingen – BSV Stans 32:20 (14:10)
Egelsee. – 120 Zuschauer. – Sr. Leu/Fallegger.
Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 3-mal 2 Minuten gegen Stans.
Kreuzlingen: Hajduk (1.-60./11 Paraden), Zuzankova (für 1 Penalty/0); Singer-Duhanaj (1), Skoricova (6/2), Scherrer, Klein (1), Weidmann (9), Winger (4), Rothacker, Espinosa, Neacsu, Sivka (9), Fix, Plüss (2).
Stans: Schoch (1.-30./48.-60./3 Paraden), Hofstetter (30.-48./5 Paraden); Hurschler, Schardt (7/4), Jónsdóttir (2), F. Kuster (1), Kretz, S. Kuster, Grandjean (3), Schwab (5), Fellmann (2), Amstalden, Ernst, Sägesser.
Penaltystatistik: Kreuzlingen 2/2, Stans 4/4.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Stein (rekonvaleszent), Behrendt (2. Mannschaft) und Eblen (krank).

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