/// Rubrik: Region | Topaktuell

Stedi Ermatingen – Jetzt wird gebaut

Ermatingen – Circa 200 Personen haben sich auf dem Ermatinger-Hafengelände eingefunden, um dem Spatenstich beizuwohnen.

Der symbolische Spatenstich wird durch Martin Studer im Bagger durchgeführt. (Bild: Sandro Zoller)

Nun ist es soweit, dass das Projekt Stedi umgesetzt werden kann. Die Gäste versammelten sich am Hafen um das Rednerpult und warteten gespannt auf die ersten Worte von Gemeinderatspräsident Martin Studer. Dieser sprach am Anfang einen grossen Dank an die Bevölkerung aus, denn ohne deren Zustimmung und Steuern würde der neue Hafenbereich nicht zustande kommen. Vom ersten Tag an war der ganze Ablauf für alle Interessierten einsehbar gewesen. Dies war sicher ein beträchtlicher Grund, dass das Projekt auf so viel Beifall stiess.

Wenn alles wie geplant verläuft, wird die 7,11 Millionen Franken teure Stedi ab dem 1. August 2020 für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Doch schon heute sei es einer der emotionalsten Momente seiner politischen Karriere als Gemeinderatspräsident, sagte Studer. Um zu unterstreichen, dass die Stedi ein Gemeinschaftswerk ist, wurde das Gewinnerlogo enthüllt, und der kreative Kopf dahinter auf die Bühne gebeten. Noah Kihm erzählte den versammelten Personen, dass er die Inspiration für das Logo erhielt, während er mit seinem Grossvater von Osten her die Stedi ansteuerte. Als Dank überreichte der Gemeinderatspräsident dem Gewinner des Wettbewerbs ein Geschenk. Ein letztes Mal wandte er sich an die Anwohner und bat um Nachsicht wegen den zu erwarteten Lärmemissionen während der anstehenden Bauzeit von zwei Jahren. Dazu meinte Martin Studer: «Wer in kleinen Dingen keine Geduld zeigt, wird den grossen Erfolg nicht erleben».

Das musikalische Intermezzo kam von Dani Felber. Danach wurde es wieder sachlicher, denn Reto Mästinger, Projektleiter von der Planimpuls AG in Kreuzlingen, übernahm das Mikrofon. Für ihn und das Planungsbüro sei dies ein spezieller Tag, da nach drei Jahren Planung das Projekt Gestalt annehmen wird. Der ideale Baustart wäre trotzdem im Oktober vergangenen Jahres gewesen. Zwei Einsprachen hätten das Vorhaben leicht ausgebremst. Bei dem niedrigen Wasserspiegel sei für Mästinger jeder verstrichene Tag schmerzhaft gewesen. Als Ende Januar grünes Licht gegeben wurde, konnte er trotz allem stolz über die grosse Leistung in relativ kurzer Zeit sein. Wenn das Wetter mitspielt, könne in den Sommerferien schon die zukünftige Form des Areals ersichtlich sein.

Nach einer weiteren musikalischen Darbietung des Schweizer Jazzmusikers und Bandleaders Felber ging es zum lang ersehnten Spatenstich über. Martin Studer durfte sich in einen Bagger setzen und ein Loch in die zu ersetzende Hafenmauer schlagen. Mit viel Applaus wurde das Ende der Veranstaltung eingeläutet.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.