/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Nicht verzagen, Narren fragen

Kreuzlingen - Die hohen Erwartungen an die Narren-Night-Show wurden erfüllt. Wer 2018 Mist gebaut hat, wird nicht verschont und die Lachmuskeln werden strapaziert. Jedoch gibt es eine Schreckensnachricht von Emil und Trudi.

Die Narrengesellschaft Emmishofen durfte die Oremiere ihrer Narren-Night-Show mit einer Zugabe beenden. (Bild: av)

Wer erfahren möchte, was im letzten Jahr in Kreuzlingen und Umgebung passiert ist, wird an der Narren-Night-Show gut bedient. Beim witzigen und bissigen Jahresrückblick der Narrengesellschaft Emmishofen (NGE) bleibt fast keiner verschont. Die dreistündige Show, welche am Freitagabend, 22. Februar, im Saubachsaal Premiere feierte, sprüht vor Ideenreichtum, Fröhlichkeit, aber natürlich auch Boshaftigkeit. Das meiste kriegten die Regierungen von Kreuzlingen und den umliegenden Gemeinden ab. Der Kreuzlinger Gemeinderat sei zurückgeblieben und habe zu wenig «pfupf» im Hintern, nur um eine Anekdote zu nennen. Wer jedoch denkt, dass nur bekannte Namen durch den Senf gezogen werden, liegt daneben. Egal welche peinliche Geschichte einem der Narren zu Ohren kam, nichts davon bleibt geheim. Dazu gehören der Mann in Unterhosen, die sportlichen Mütter, Street-Work-Outer, Rentner, Asylanten und Zürcher. Es bleibt aber regional, also wer von ausserhalb kommt, bleibt bei vielen Gags aussen vor.

Hier hätten die Frisbees hinfliegen sollen, doch sie landeten auf den vollen Tischen der Zuschauer. (Bild: av)

Schauplätze gab es mehr als genug

Die NGE feiert mit ihrer diesjährigen Show «Narrä-Zirkus» ihr 135-jähriges Bestehen. Auch nach so vielen Jahren gibt es für die NGE keine halben Sachen. Der Aufwand für die Show ist gigantisch. Sie ist bis ins kleinste Detail durchstudiert, kreativ und mit viel Liebe gestaltet. Wie beispielsweise die Fensterputzer, welche beim neuen Stadt-(Hoch)-haus rauf und runter fahren. Auch sonst können die Narren an Schauplätzen aus dem Vollen schöpfen. Die Manege wird in den Boulevard mit Verkehrstafeln, den geliebten Seeburgpark samt Tierpark, in eine Kleinbrauerei oder in das erste Oktoberfest des Jahres verwandelt. Dazu gehören auch selbst geschriebene Songtexte zu bekannten Chart-Hits, welche die Szene auf der Bühne untermalen.

Sympathische Pannen

Was bei einem Fassanstich alles schiefgehen kann, erlebte Ruedi Wolfender haut nah. (Bild: av)

Trotz der wirklich gut einstudierten Show blieben die Narren an der Premiere von Pannen nicht verschont. Es gab Textpatzer, Frisbees flogen durch den Saal, dabei gingen fast Gläser zu Bruch und Ruedi Wolfender alias Schönholzer flog die Brille durch den Knalleffekt am Bierfass vom Kopf. Er blieb unversehrt, aber steckte danach den Bierhahn falsch herum in das Bierfass. Das Publikum nahm ihnen dies nicht übel. Nur bei den Senioren-Witzen war das Publikum nicht auf der Narrenseite, da doch viele vom älteren Schlag darin sassen. Nichtsdestotrotz das Publikum schunkelte, sang tatkräftig mit und verlangte am Ende noch eine Zugabe, was die NGE natürlich bieten konnte.

Tschüss Emil und Trudi

Das legendäre und beliebte Bauchredner-Paar Henne Trudi und Bauer Emil verkündeten an der Premiere ihr Abtreten. Es gibt jedoch noch Hoffnung. Gemäss Markus Baiker, Präsident der NGE, ist die Chance gross, dass es nächstes Jahr etwas Neues geben wird.

Emil und Trudi geben sich an den nächsten Wochenenden auf der Bühne die letzte Ehre. (Bild: av)

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