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Mit Risotto in den Wahlkampf

Kreuzlingen – Ziel der FDP ist es, die bisherigen Sitze zu behalten und die junge Bevölkerung zur Abstimmung zu motivieren. Um dies zu erreichen, will sie keinen aggressiven Wahlkampf betreiben, aber trotzdem nahe bei der Bevölkerung sein. Sie geht mit einem bunten Blumenstrauss an Kandidaten ins Rennen.

Roger Schläpfer und Pia Donati gehören zum bisherigen Gemeinderat und stellen sich erneut zur Wahl. (Bild: av)

Die Freisinnigen Kreuzlinger gehen mit 20 Kandidaten auf der Liste 5 in den Kampf um die begehrten Gemeinderats-Sitze. Klares Ziel der FDP ist es, die bisherigen neun Plätze und jene Personen, welche darauf sitzen, zu halten. Sie seien in Kommissionen und haben sich in die Projekte bereits eingearbeitet. Die Sitze halten, wollen sie mit Aktionen wie «Risotto und Politik», dabei sollen sich einige der Kandidaten mit den Gästen beim gemütlichen Mittagessen austauschen. «Wir wollen keinen aggressiven Wahlkampf betreiben, bei dem wir direkt auf die Leute zugehen, sondern wir laden sie ein zu uns zukommen», sagt Pia Donati Gemeinderätin und Co-Präsidentin FDP Kreuzlingen. Die FDP lockt die Bevölkerung auch mit einem Glücksrad zu sich, bei dem Gutscheine des lokalen Gewerbes zu gewinnen sind. «Damit soll sich das Dreieck zwischen Bevölkerung, Politik und Gewerbe zusammenfügen», sagt Gemeinderat Roger Schläpfer.

Schon Erfolge zu verbuchen

Die FDP wird sich weiterhin für Transparenz bei den Finanzen und eine sorgsame Budget Verteilung einsetzen. Ein weiteres wichtiges Thema sei die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Darin konnte die Partei in der Abstimmung vom 10. Februar einen Erfolg für die Schule mit Tagesstruktur verbuchen. Weiter aktiv seien die Kandidaten, welche in Führungsposition sind. Ihren Mitarbeitern ermöglichen sie, Teilzeit zu arbeiten, oder setzen sich in der Firma dafür ein. Ausserdem möchte sich die Partei für ein grüneres und kulturelleres Kreuzlingen aussprechen. Dies werden sie erreichen, indem die Kandidaten in verschiedenen regionalen Vereinen aktiv sind. Das trifft auf die meisten aus der Partei auch zu.

Schwierig, Nachwuchs zu finden

Zur Zielgruppen-Frage äusserten sie sich, dass sie die Jüngeren motivieren möchten, abstimmen zu gehen. Trotzdem will sich die Partei für alle aus der Bevölkerung im Rat einsetzten. Deshalb haben sie so viele Kandidaten ins Rennen geschickt, um möglichst zu jedem Thema und Alter einen Kandidaten zu haben. Dazu sagt Donati ergänzend: «Es ist schwierig Junge aus Kreuzlingen für das Amt zu mobilisieren und die Aktiven von den Jungfreisinnigen sind noch zu jung für die Wahl.» Der Altersdurchschnitt der Kandidaten ist bei rund 54 Jahren. Jüngste ist die 29-jährige Petra Miljic, danach geht das Alter ab 35 Jahren aufwärts. Die FDP hat sogar mit Ado Trautmann und seinen 87 Jahren, den ältesten Kandidaten von allen Parteien am Start. Dazu sagt Donati: «Es gibt in Kreuzlingen viele ältere Menschen und Ado Trautmann kann deren Anliegen bestens vertreten. Er ist engagiert und fit.»

Bunter Strauss an Kandidaten

Es brauche weiterhin liberale Meinungen im Rat. «Zudem kommen unsere Kandidaten aus verschiedenen Hierarchiestufen und Branchen und können so ihr breites Wissen im Rat einbringen», sagt Schläpfer.

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