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Zwei Geehrte und eine Reisefrage

Ermatingen - An der Jahresversammlung des Männerchors Ermatingen wurde über die Frage, wo den die Chor-Reise hingehen soll, diskutiert. Aber es wurden auch zwei geehrt. Einer ist seit 25 Jahren im Chor aktiv dabei und der andere hat die Region mit seinem Orgelspiel geprägt.

Jens Bosse mit den beiden geehrten Paul Feldmann und Peter Dransfeld. (Bild: Werner Völker)

Darf ein Verein Jahr für Jahr Vermögen abbauen, um gesellige Anlässe und Reisen zu ermöglichen? Darüber war man sich anlässlich der Jahresversammlung des Ermatinger Männerchors am vergangenen Samstag nicht ganz einig. Nur knapp wurde eine Reise in das Grenzland zwischen Schweiz und Italien gutgeheissen. Eine grosse Minderheit, für die Werner Kreis ein flammendes Votum hielt, zog eine weniger günstige Variante nach Deutschland vor. Die Frage wird möglicherweise wieder erwogen. Trotz angeregter Diskussion darüber konnten die statuarischen Geschäfte zügig und geordnet abgewickelt werden. Für den Vorstand im Amt bestätigt sind Werner Ehrbar, Markus Sugus Geiger, Max Grieder, Hans Lareida sowie, als Präsident, Peter Dransfeld. Ebenso bestätigt wurde, neben Vorstandsmitgliedern, Stefan Braun für das OK Staaderchilbi; dies im Wissen, dass die Stedi-Sanierung Überraschungen bereithält. Ehrenvoll gewählt in das neu geschaffene Amt des Wirtschaftsministers ist Otti Stuber. Er wird dem wachsenden Verein künftig eine sichere Einkehr nach den Proben ermöglichen.

Auf spontanen Vorschlag von Jens Bosse hat Paul Feldmann, bei lang anhaltendem Applaus, die Ehrenmitgliedschaft erhalten. Der Geehrte prägte – einmal spielte er für Kanzler Helmut Schmidt auf der Insel Reichenau – während Jahrzehnten als Organist das musikalische Leben unserer Region. Als junger Lehrer übernahm er 1951 für kurze Zeit die Leitung des Männerchors. 60 Jahre später trat er ihm wieder als Sänger bei, nicht zuletzt aufgrund seiner Verbundenheit zum Chordirigenten und Organisten Claus Biegert. Für seine 25-jährige Vereinszugehörigkeit wurde auch Peter Dransfeld geehrt, der dem Verein seit 2002 als Präsident vorsteht. Der Chor blickt auf drei sehr bewegte Jahre zurück, die mit den Neujahrskonzerten 2016 der südwestdeutschen Philharmonie begannen. Ihren Abschluss fanden sie vor wenigen Wochen in der Kirche Berlingen – mit Instrumentalbeiträgen aus der Region sowie singenden Gästen aus dem Toggenburg und aus Weissrussland. Während dieser drei Jahre konnte der Verein seinen Bestand sukzessive ausbauen: Er hat heute über 30 aktive Mitglieder, hinzu kommen regelmässig auch Projektsänger. Peter Dransfeld dankte allen, die zum Zusammenleben im Verein beitragen, sei es in Ämtern und besonderen Aufgaben oder einfach durch Präsenz, ein Lächeln oder eine helfende Hand.

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