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Die Bevölkerung wächst langsamer

Thurgau – Die Thurgauer Bevölkerung ist im Jahr 2018 weiter gewachsen. Die Zunahme fiel mit 1,0 % etwas tiefer aus als in den Vorjahren. Vor allem die ausländische Bevölkerung wächst inzwischen langsamer.

Die Thurgauer Bevölkerung nahm im Jahr 2018 um einen Prozent zu. (Bild: Thommy Weiss/pixelio.de)

Ende 2018 wohnten im Kanton Thurgau 275‘488 Menschen. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Zunahme um rund 2‘700 Personen oder 1,0 %. Damit ist die ständige Wohnbevölkerung erneut langsamer gewachsen als in früheren Jahren. Die Bevölkerungszunahme verliert bereits seit 2012 an Schwung. Damals lag die Wachstumsrate bei stattlichen 1,6 %. Der Anstieg im Jahr 2018 ist aber immer noch recht kräftig. Seit Jahren wächst die Bevölkerung im Thurgau deutlicher als in der Gesamtschweiz.

Bevölkerungszunahme verteilt sich relativ gleichmässig auf Bezirke
In drei der fünf Thurgauer Bezirken legte die Bevölkerung mit 1,1 % etwas mehr zu als im kantonalen Schnitt: Weinfelden, Kreuzlingen und Münchwilen. Dabei wuchs im Bezirk Weinfelden die Einwohnerzahl absolut gesehen am stärksten (+610 Personen). Hier gaben u. a. die Gemeinden Märstetten, Sulgen, Berg sowie Weinfelden den Ausschlag. Etwas moderater nahm die Bevölkerungszahl in den Bezirken Frauenfeld und Arbon zu (+0,9 % und +0,8 %).

Jede fünfte Gemeinde mit einem Plus von 2 % oder mehr
In 16 der 80 Thurgauer Gemeinden stieg die Bevölkerung um mindestens 2 %. Am kräftigsten war das Wachstum in den Gemeinden Herdern (+4,8 %), Salenstein (+3,7 %) und Fischingen (+3,5 %). Danach folgte Neunforn (+2,8 %), wo die Schwelle zu 1‘000 Einwohnern nun klar überschritten wurde. Ende 2018 gab es im Thurgau noch elf Gemeinden mit weniger als 1‘000 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Wachstum der ausländischen Bevölkerung lässt weiter nach
Wie stark die Thurgauer Wohnbevölkerung wächst, hängt seit Jahren stark von der Einwanderung ab. 2018 nahm die ausländische Wohnbevölkerung um 1,6 % oder 1‘100 Personen zu. Dies ist deutlich weniger als noch vor ein paar Jahren. Zuletzt sind vor allem die Wegzüge ins Ausland gestiegen. Die Zu- und Wegzüge von bzw. in andere Kantone blieben hingegen vergleichsweise stabil.

Jeder dritte ausländische Staatsangehörige stammt aus Deutschland
Ende 2018 lebten rund 67‘800 ausländische Staatsangehörige im Thurgau. Deutsche bilden mit 22‘600 Personen die grösste Ausländergruppe. Sie wächst absolut gesehen nach wie vor am stärksten (+520 Personen). Bis vor fünf Jahren waren allerdings teilweise jährlich doppelt oder sogar dreimal so viele Deutsche in den Thurgau gezogen. 2018 gab es zudem deutlich mehr Staatsangehörige aus Polen (+160 Personen), Ungarn (+150) und der Slowakei (+100).

Schweizer Bevölkerung wächst stabil weiter
Die Bevölkerung mit Schweizer Pass ist im Kanton Thurgau in den vergangenen Jahren relativ gleichmässig gewachsen. Ende 2018 wohnten gut 1‘600 Schweizerinnen und Schweizer oder 0,8 % mehr im Thurgau als im Jahr zuvor. Dies entspricht dem durchschnittlichen Wachstum der letzten zehn Jahre.

Geringer Zuwachs der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter
Seit vier Jahren wächst die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (20- bis 64-Jährige) langsamer als die Gesamtbevölkerung. 2018 betrug die Zunahme moderate 0,5 %. Die jüngere Bevölkerung (unter 20 Jahren) legte hingegen mit 0,9 % so deutlich zu wie schon lange nicht mehr. Aufgrund von Geburten und Zuzügen wurden vor allem die jüngsten Thurgauerinnen und Thurgauer zahlreicher.

Mehr Seniorinnen und Senioren
Die Bevölkerung im Rentenalter nimmt weiter markant zu. Wie im Vorjahr betrug das Plus 3 %. Ende 2018 waren gut 48‘600 Menschen im Thurgau über 65 Jahre alt. Dies entspricht 17,7 % der Gesamtbevölkerung. 2010 waren es «erst» 15 % gewesen.

Für Medienauskünfte:
Dr. Ulrike Baldenweg, Leiterin der Dienststelle für Statistik, ist am Montag, 11. März, zwischen 10 und 12 Uhr unter der Telefonnummer 058 345 53 61 erreichbar.

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