/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Gelassen dem Ende entgegen

Kreuzlingen - Nur noch eine Woche und die abgegebenen Stimmen entscheiden über Niederlage oder Erfolg. Die SVP will ihre acht Sitze im Rat verteidigen, wirkt dabei aber gelassen. Mit gezieltem Druck auf gewisse Projekte konnte die Partei schon Erfolge im Rat verbuchen.

Kandidatin Séverine Schindler und Gemeinderat Fabian Neuweiler sehen guten Mutes der letzten Wahlkampfwoche entgegen.  (Bild: av)

Mit einer vollen Liste von 20 Kandidaten, davon sind zehn Frauen, kämpft die Schweizer Volkspartei SVP um die begehrten Gemeinderatssitze. Mit diesem Frauenanteil von 50 Prozent kann nur die EVP mithalten, aber die steigt nur mit neun Kandidaten, darunter fünf Frauen, in den Kampf. Eine der zehn Kandidatinnen der SVP ist Séverine Schindler. Sie versucht bereits zum dritten Mal, in den Gemeinderat zu kommen. «Das ich die letzten Jahre gescheitert bin, liegt wahrscheinlich daran, dass ich keine Einheimische bin», sagt die 46-Jährige. Sie lebt jedoch bereits seit 20 Jahren in Kreuzlingen und ist genau so lange bei der Ortspartei SVP dabei. Ihr Ansporn, sich erneut der Wahl zu stellen, ist aktiv etwas für die Stadt beitragen zu wollen und nicht nur im Hintergrund für die Partei zu agieren. «Die acht Sitze im Rat wollen wir behalten. Es ist jedoch schwierig zu sagen, wie unsere Chancen stehen», sagt Gemeinderat Fabian Neuweiler.

Mit vier Standaktionen gingen sie direkt auf die Bevölkerung zu. «Die Hauptthemen der Interessierten waren der Boulevard und der Neubau des Stadthauses», sagt Schindler. Bei diesen zwei Themen hätte die SVP gerne, dass es vorwärts geht. «Der Boulevard soll wieder in beide Richtungen befahrbar sein, dies ist die Chance, um ihn attraktiv fürs Einkaufen zu machen», sagt Schindler. Ansonsten ist die SVP für die allseits bewährten Anliegen wie einen gesunder Budgethaushalt. Dies bedeutet, dass sich die Stadt nicht noch weiter verschulden und die angefangenen Projekte eines nach dem anderen abschliessen soll. Bevor wieder neue angestossen werden, welche die Ressourcen der Stadt noch mehr strapazieren.

Die Querulanten sind nicht auf Popularität aus

«Die nächste Generation soll auch noch ein vernünftiges Budget zur Verfügung haben, aber wenn es so weiter geht, sieht es düster aus», sagt der 49-jährige Neuweiler. Um dies zu erreichen, soll der Steuerfuss nicht erhöht werden. Aktiv lehnte die Partei auch schon mal ein Projekt oder eine Finanzplanung ab. «Deshalb werden wir ab und an als Querulanten dargestellt», sagt Neuweiler. Sie seien nun mal keine Partei, die auf Popularität aus ist. Wie damals bei der ersten Projekt-Vorlage der neuen Schwimmhalle lehnte die SVP sie ab. «Es wäre eine Halle nur für die Vereine geworden und beim Budget waren Rechenfehler darin. Erst mit der zweiten Vorlage wurde es ein Familien- und Freizeitbad», sagt Neuweiler. Zum geplanten Parkhaus am Hafen Bahnhof sagt Schindler: «Es sollte selbst tragbar sein und nicht nur gebaut werden, damit eines da steht.»

Top-Stimmung egal was die anderen sagen

Bald ist der Wahlkampf zu Ende und die Kandidaten wirken gelassen. Dies vielleicht auch, weil eine Top-Stimmung in der Ortspartei herrsche. «Auch im Gemeinderat selbst ist die Stimmung nicht so schlecht wie viele behaupten», sagt Neuweiler.

Am 31. März wird sich zeigen, ob die Top-Stimmung bleibt oder in den Keller fällt.

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