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Unter Adlers Augen

Kreuzlingen - Im Februar berichteten wir über die Gewässerverschmutzung des Ziegeleiweihers. Diese hatte für die Tierwelt des Gewässers keine Folgen. Jedoch kamen nicht alle so glimpflich wie der Weiher davon.

Die Gewässerverschmutzung, welche von der Baustelle ausging, hatte für die Tierwelt des Ziegeleiweihers keine Folgen. (Bild: av)

Vis-á-vis der Weststrasse 20 in Kreuzlingen entsteht ein Mehrfamilienhaus. Im Februar hat sich Wasser in der frisch betonierten Tiefgarage gesammelt, dies wurde von der Marty AG ungefiltert in den Ziegeleiweiher gepumpt. Weil das Abpumpen des mit pH-Wert 13 verseuchte Wasser sofort gestoppt wurde, hat der Weiher keinen Schaden davon getragen, so die Fischereiaufsicht Kreis 2. Der Inspektor vom Amt für Umwelt wird jedoch weiterhin spontane Kontrollen durchführen.

Die Bauverwaltung Kreuzlingen hat die Baufirma verwarnt: Sollte es nochmals zu einer Gewässerverschmutzung kommen, gibt es einen Baustopp. Durch das genauere Hinsehen stellte man fest, dass am Bau nicht alle Masse, welche bewilligt wurden, auch eingehalten werden. Aber über Kontrollen von Projekten in der Bauphase gibt die Bauverwaltung keine weiteren Auskünfte.

Für den Polier der Baustelle ist es jedoch nicht so glimpflich ausgegangen. Er ist der Verantwortliche der Baustelle und wurde vom Inspektor des Amtes für Umwelt des Kantons wegen Gewässerverschmutzung angezeigt. Das Strafverfahren ist bei der Staatsanwaltschaft noch hängig. Ihm droht ein Strafregistereintrag von bis zu zwei Jahren.

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