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Plus bei den Schulen

Kreuzlingen – Beide Schulgemeinden schliessen das Jahr 2018 mit einem Plus von rund 2,8 Millionen Franken ab. Die Ausgaben waren kleiner als anfangs Budgetiert, so hat sich ein solides Eigenkapital entwickelt. Dies ist auch nötig, denn es stehen nicht nur weiter bauliche Veränderungen an, sondern auch beim Schulfinanzausgleich.

Die Vize-Präsidenten der Schulen Markus Blättler und Michael Thurau präsentierten mit Leiterin Finanzen Susanne Burgmer ein solides Eigenkapital. (Bild: av)

Die Stimmung an der Präsentation der Jahresrechnung 2018 war gut und entspannt. Denn die Sekundar- und Primarschulgemeinde schliessen das Jahr 2018 mit einem Plus von 1,3 Millionen Franken für die Sekundarschule (Sek) und 1,5 Millionen Franken für die Primarschule (Primar) ab. Der Ertragsüberschuss der Sek von 900´000 Franken zum Budget ist hauptsächlich dem zu verdanken, dass der Sanierungsbeitrag in die Pensionskasse nicht geleistet werden musste und der Steuerreduktion von einem Prozent. Das ähnliche Bild zeigt sich bei der Primar, sie konnte einen Überschuss von 1,1 Millionen Franken gegenüber dem Budget verbuchen aus denselben Gründen wie die Sek.

Der Aufwand könnte noch aufwändiger werden

Trotz dem Plus musste mehr in den Aufwand investiert werden als im Jahr 2017. Dazu gehören die extern eingeholten Beratungen für die verschiedenen Etappen bei den Sanierungen der Schulhäuser Remisberg, Egelsee und Pestalozzi. Alles zusammen ergibt dies einen Mehraufwand von 1,1 Millionen Franken. Ausserdem musste mehr an den Finanzausgleich des Kantons bezahlt werden. Der Aufwand gesamt lag bei 21,7 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es noch 20,6 Millionen Franken.

Auch einen mehr Aufwand ist bei der Primar zu verzeichnen. Auch hier weil mehr an den Finanzausgleich des Kantons bezahlt und eine Integrations-Klasse eröffnet werden musste.

Heute steuern finanzstarke Schulgemeinden mehr an den Schulfinanzausgleich als der Kanton. So auch die Schulgemeinde Kreuzlingen. Der Kanton zieht daraus sogar einen Gewinn. Mit der Revision 2020 des Beitragsgesetztes sollen der Kanton und die finanzstarken Schulgemeinden zu gleichen Teilen die Kosten übernehmen. Momentan belaufen sich die gesamt Kosten bei 40 Millionen Franken. «Bleibt es in den nächsten Jahren bei diesem Stand, es für Kreuzlingen eine Entlastung», sagt Michael Thurau Vize-Präsident Sekundarschule. Steigen sie jedoch wieder wie vor sieben Jahren auf rund 85 Millionen Franken könnte Kreuzlingen mit einem Beitrag, von 50 Prozent in eine Misere bei den Finanzen geraten. «Unserer Meinung nach sollte der Kanton 60 Prozent und die Schulgemeinden 40 Prozent beisteuern», sagt Susanne Burgmer, Leiterin Finanzen ergänzend. Aber auch dies könnte zu viel sein. Der Grosserat wird gegen Ende April über die Beitragsrevision diskutieren und beschliessen.

Das Volk hat das letzte Wort

Trotz der unsicheren finanziellen Zukunft hinsichtlich der Beitragsrevision, sind weitere Bauprojekte geplant. «Mit unserem soliden Eigenkapital können wir auch mal zwei schlechte Rechnungen aushalten», sagt Thurau. Wird der Vorschlag, den Überschuss dem Eigenkapital einzubuchen, vom Volk angenommen, hat die Primar einen Bilanzüberschuss von 11,1 Millionen Franken und die Sek 8,3 Millionen Franken.

Zu den Bauprojekten gehören die Umbauten an den Kinderhorten Tannegg und Weinburg, dieser Umbau lässt sich die Schulgemeinde rund sieben Millionen Franken kosten. Aber über dieses Budget kann die Kreuzlinger Stimmbevölkerung am 19. Mai ihren Senf dazu geben. Die Schulbehörden informieren über das Bauvorhaben am Samstag, 4. Mai, von 10 bis 12 Uhr darüber informieren.

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