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HSCK-Frauen schiessen sich an die Tabellenspitze

Handball – Mit einem 34:28-Heimsieg über GC Amicitia Zürich haben die Frauen des HSC Kreuzlingen die Tabellenspitze der Auf-/Abstiegsrunde SPL1/SPL2 (NLA/NLB) übernommen.

Die Frauen des HSC Kreuzlingen haben die Tabellenspitze übernommen. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Situation in der Auf-/Abstiegsrunde spitzt sich zu. Drei Spieltage vor Schluss führt der HSC Kreuzlingen mit 10 Punkten (+33 Tore) vor dem HV Herzogenbuchsee (9/+16), Yellow Winterthur (8/-16), GC Amicitia Zürich (6/-3), der HSG Leimenthal (5/-5) und dem wiedererstarkten BSV Stans (4/-25). Die Nidwaldnerinnen schienen nach fünf Niederlagen zum Auftakt bereits entscheidend distanziert, bezwangen zuletzt aber sowohl Zürich als auch Herzogenbuchsee und dürfen deshalb nochmals hoffen. Stans ist der Gegner des HSCK am nächsten Sonntag auswärts. Den Thurgauerinnen reicht ein weiterer Punkt aus den letzten drei Partien zum sofortigen Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse. Neben Stans spielen sie noch gegen Leimental (27.4./auswärts) und Herzogenbuchsee (4. Mai/heim).

Ein Turbostart
Das Team von Cheftrainerin Kristina Ertl Hug hatte mit Zürich noch eine offene Rechnung zu begleichen. Das Hinspiel hatte der HSC in Zürich mit 27:33 verloren – und scheiterte dabei nicht zuletzt am starken Ausländerinnenduo Grodzanovska/Cirjan sowie der eigenen Chancenauswertung. Nach den zuletzt positiven Resultaten mit vier Siegen aus fünf Partien legte der HSCK auch gegen Zürich los wie die Feuerwehr. 6:1 lag er nach gut sechs und 10:5 nach zwölf Spielminuten vorne. Näher als bis auf zwei Treffer kam GC Amicitia nie heran, obschon die Thurgauerinnen zwischen der 16. und 21. Minute gleich vier (!) Zeitstrafen kassierten. Dass sie dennoch mit einer 18:15-Führung in die Pause gehen konnten, spricht für ihre Abwehrstärke und den Teamgeist.

Mit Tortriplette die Weichen gestellt
Die zweite Halbzeit begann aus HSCK-Sicht nicht gerade verheissungsvoll. Zwei vergebene Grosschancen und eine weitere Zeitstrafe liessen nichts Gutes erahnen. Doch für Zürich resultierte ausser einem Treffer ihrer rumänischen Kreisläuferin Roxana-Diana Cirjan nichts Zählbares. Wieder komplett, erhöhte der HSCK durch eine Tortriplette innert gut zwei Minuten auf 21:16. Ab diesem Zeitpunkt hatten die Kreuzlingerinnen ihren Gegner weitgehend unter Kontrolle, zumal sich dieser mit Fehlern das Leben selbst schwermachte. Bei Zürich konnte in dieser Phase einzig die deutsche Rückraumspielerin Georgina Cibula überzeugen, während Grodzanovska von der HSCK-Abwehr weitgehend abgemeldet wurde. Auch wenn sich die Gäste gegen die drohende Niederlage stemmten, wirklich nahe konnten sie nicht mehr aufschliessen, dafür fehlte im Abschluss auch die Präzision. Zudem steigerte sich HSCK-Keeperin Adriane Hajduk nach der Pause klar. Spätestens, als Selina Weidmann, Irena Singer-Duhanaj und Franziska Fix für die Gastgeberinnen innerhalb von 76 Sekunden vom 28:24 zum 31:24 erhöhten, war die Entscheidung gefallen. Die nach dem Time-out von Trainer Toni Kern angeordnete offene Deckung brachte GC Amicitia in den letzten fünf Spielminuten nicht mehr heran. Wenig später durften die HSCK-Frauen somit den fünften Sieg im siebten Spiel bejubeln, der sie dem Ziel «Wiederaufstieg» einen grossen Schritt näher bringt. Erfolgreichste Werferinnen der Partie waren Katja Sivka bei Kreuzlingen mit acht Toren und die gebürtige Kreuzlingerin Anina Veit mit sechs Treffern für GC Amicitia.

HSC Kreuzlingen – GC Amicitia Zürich 34:28 (18:15)
Egelsee. – 220 Zuschauer. – Sr. Abalo/Maurer.
Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, keine gegen Zürich.
Kreuzlingen: Hajduk (1.-19./31.-60./6 Paraden), Zuzankova (19.-30./0 Paraden); Singer-Duhanaj (4), Skoricova (5/2), Klein (3), Weidmann (5), Winger (2), Rothacker, Espinosa, Marku (1), Sivka (8), Eblen, Fix (2), Plüss (4).
Zürich: Ligue (1.-36./8 Paraden), Leuenberger (36.-60./9 Paraden); Bopp, A. Veit (6), J. Veit, Laszlo (6), Cibula (5), Decurtins (1), Beck, Grozdanovska (2), Litscher (2), Cirjan (5).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 2/3, Zürich 0/0.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Behrendt, Neacsu, Scherrer und Stein.

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