/// Rubrik: Leserbriefe | Topaktuell

Ein «Friday for Future» in der Weinbergstrasse

Leserbrief – Simone May aus Kreuzlingen fragt sich wo das hinführt, wenn Bäume jetzt auch noch «Dreck» machen.

{Bild: S. Hofschlaeger / pixelio.de)

Seit einigen Monaten demonstrieren Schulkinder freitags weltweit für Ökologie und Klimaschutz. Man mag von dieser Initiative halten was man will, aber sie greift grundlegende, gesellschaftliche Ängste und Sorgen auf. Am letzten Freitag fand vor unserer Haustüre eine ganz anderes Zusammentreffen statt: eine Begehung durch die Flurkommission wegen eines Nadelbaumes. Denn Nachbar 1, seit mehr als 30 Jahren wohnhaft im gleichen Eigenheim fordert von Nachbar 2 die Kappung eines gut 15 Meter hohen Baumes, der nicht den ausreichenden Abstand zur Grundstücksgrenze einhält. Nachbar 2 ist erst vor 2 Jahren eingezogen und will den schattenspenden Baum nicht absägen. Er versucht vergeblich einen Kompromiss auszuhandeln. Der Grund, warum der Baum weichen soll, ist nämlich der Dreck, den er macht. Dreck! Die Frage ist: Wer weicht hier wem? Lassen wir es zu, dass, weil es im Kanton Thurgau keine Verjährungsfrist gibt , der Baum abgesägt wird oder setzen wir ein Zeichen? Soll Nachbar 2 die Kosten für Widersprüche alleine tragen oder beteiligen wir uns? Mein Vorschlag: wir setzen nach dem Crowdfunding Prinzip einen Fond auf, der auch anderen in ähnlichen Fällen hilft. Das ist unsere Demonstration, unser Widerstand, gegen alle jene inklusive unserer Stadtverwaltung, die die Zeichen der Zeit nicht erkennen.

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