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Sportlerinnen zeigten, wo es langgeht

Kreuzlingen – An der Sportlernacht wimmelte es von Wettkämpfern und Rekordjägern. Doch Chiara Strickner und das Team Aktiv 1 der Gymnastik-Gruppe Kreuzlingen waren die Abräumerinnen des Abends. Durch den Abend führte Moderator Lukas Studer, dabei durfte er weitere Preise an erfolgreiche Sportler übergeben.

Die Gewinner des Abends: Links die Vertreter vom Speedminton (Kreativster Verein), Brigitta Däullary (Sportförderin des Jahres), die 14 Damen der Gymnastik-Gruppe (Team des Jahres), Leena Pfister (Nachwuchssportlerin des Jahres) und ganz rechts Chiara Strickner (Einzelsportlerin des Jahres).  (Bild: av)

Die Gäste machten grosse Augen, als sie von der Stimme des SRF Sportmoderators Berni Schär begrüsst wurden und dieser das Abendprogramm erläuterte. Die Augen im Dreispitz Sport- und Kulturzentrum blieben gross, als Lukas Studer die Bühne betrat, er ist aus der Sendung Happy Day bekannt. Unterstützt wurde er vom neuen OK-Präsident Andy Schreiber. Dieser fackelte nicht lange und eröffnete die Sportlernacht. Danach führte Studer mit Witz und Charm die rund 310 Gäste durch den Abend.

Als erstes durfte die Nachwuchssportlerin des Jahres ihren Preis entgegennehmen. Die gerade mal 13-jährige Leena Pfister sprang so hoch wie noch keine ihres Jahrganges in der Schweiz, wurde schon mehrfache Thurgauer Meisterin und kämpfte sich auf das Podest der Schweizermeisterschaft. Nun ziert auch der Pokal der Nachwuchssportlerin des Jahres das Regal der Leichtathletin. Ausserdem darf sie mit einer Kollegin als Zuschauerin an der Weltklasse Zürich teilnehmen.

Sportförderin mit Glitzer

Eine längere Sportkariere hat die Sportförderin des Jahres hinter sich. «Die von dir kreierten Kostüme sind vor Glitzer nicht zu übersehen und so flexibel wie du bist, stellst du auch mal die Kür am Wettkampftag noch um», erzählte die Gymnastin Lea König über Brigitta Däullary. Sie ist einziges verbliebenes aktives Gründungsmitglied der Gymnastik-Gruppe Kreuzlingen (GGK). In diesen 40 Jahren nahm sie neun Schweizermeistertitel im Teamwettkampf und den Titel als beste Paar-Turnerin nach Hause. «Ich musste lernen zu verlieren, um gewinnen zu können», sagt sie zu ihren Erfolgen. Über die Jahre übernahm sie auch die Leitung von Gruppen in der GGK, bis heute ist sie Leiterin der GGK Aktiven 3, und sorgt mit ihrer positiven Ausstrahlung und Herzlichkeit für gute Stimmung im Verein. Wie beliebt sie ist, spürte man durch die zwei weiteren Lobesreden.

Kreativsten waren die Männer

Schlag auf Schlag ging die Preisverleihung weiter mit der Vorstellung der kreativsten Vereine. Dieses Jahr waren Speedminton Kreuzlingen und Disc Golf Kreuzlingen nominiert. Die Clubs mussten sich in einem Kurzfilm von 90 Sekunden vorstellen. «Es ist ein Sport für jedermann», lautete das Argument der Präsidentin des Disc Golf Clubs. Dagegen hielt Severin Wirth mit: «Wir sind auch ein kleiner Verein, den die meisten leider noch nicht kennen.» Am meisten Lärm aus dem Publikum erhielt Speedminton Kreuzlingen, 92 zu 87 Dezibel. Wirth und Teamkollege Ivo Junker blieben die einzigen männlichen Gewinner des Abends.

Unter harter Führung

Gegen Faustball Satus Kreuzlingen, Pallavolo Kreuzlingen, Schwimmclub Kreuzlingen und Segler-Vereinigung Bottighofen haben sich die Frauen der Gymnastik-Gruppe Kreuzlingen durchgesetzt. Sie gewannen den Preis als Team des Jahres. Unter dem harten Regime von Trainerin Noëmi Amrhein gewann das Team bereits mehrere Meistertitel, einen mit der Bestnote 10. «Wer nicht alles gibt und mit Herzblut dabei ist, hat in der ersten Mannschaft nichts verloren», sagt Amrhein mit Kampfgeist in der Stimme.

Das Leben richtet sich nach dem Sport

Den begehrtesten Preis des Abends gewann Schwimmerin Chiara Strickner. Sie setzte sich gegen Niklas Barth, Lia Fenyödi, Leandro Lioi und Nico Stahlberg durch. «Schwimmen bedeuten für mich Leben und danach gestalte ich es auch», sagt Strickner. Dies sieht man auch an ihrem Tagesablauf: 7.15 Uhr Training, 10 bis 16 Uhr Schule, danach allenfalls nochmal Training – sie trainiert neun Mal in der Woche. Es lohnt sich für die 15-Jährige, sie räumte fünf Silber-, drei Bronzemedaillen ab und schwamm drei Rekorde als jüngste Schwimmerin. Sie erhielt nicht nur 1000 Franken Preisgeld sondern auch von ihrem Idol, der Schwimmweltmeisterin Britta Steffen, ein paar aufmunternde Worte. «Cool, dass sie jetzt meinen Namen kennt», sagte sie und kicherte vor Freude.

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