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IHK Thurgau für AHV-Steuervorlage

Weinfelden – Die AHV-Steuervorlage bringt einen doppelten Nutzen: Sie stärkt den Wirtschaftsstandort Schweiz und leistet einen Beitrag zur Rentensicherheit. Deshalb unterstützt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Thurgau das Bundesgesetz, über das am 19. Mai abgestimmt wird.

(Bild: pixelio)

Zurzeit bezahlen Unternehmen, die ihre Geschäfte vor allem im Ausland tätigen, in den Kanto-nen tiefere Steuern. Diese privilegierte Besteuerung ist nicht länger haltbar. International ausgerichtete Unternehmen sollen künftig gleich besteuert werden wie inlandorientierte Firmen und damit höher als heute. Die AHV-Steuervorlage stellt den Kantonen Werkzeuge zur Verfügung, um den Steueraufschlag für die betroffenen Unternehmen zu mildern. Zusätzlich wird erwartet, dass die Kantone die Steuersätze für Unternehmen senken. Bund und Kantone möchten auf diese Weise erreichen, dass die Schweiz ein attraktiver Unternehmensstandort bleibt. Die Vorlage sieht weiter eine Zusatzfinanzierung im Umfang von zwei Milliarden Franken pro Jahr für die AHV vor. Dies reicht zwar nicht für eine umfassende Sanierung, stärkt aber unser wichtigstes Sozialwerk, das ein akutes Finanzierungsproblem aufweist.

Der Vorstand der IHK Thurgau stuft die AHV-Steuervorlage als sehr bedeutsam ein. Der Vor-stand hat ihr einstimmig zugestimmt. Eine Ablehnung würde zu einer grossen Verunsicherung bei international tätigen Unternehmen führen. Es ist nach Ansicht der IHK Thurgau nicht ratsam, Probleme endlos zu bewirtschaften. Man muss zu Lösungen kommen. Die AHV-Steuervorlage stellt insgesamt eine faire Lösung dar. Ein Nein empfiehlt die IHK Thurgau hingegen zur kantonalen Volksinitiative «Offenheit statt Geheimhaltung/Für transparente Behörden im Thurgau». Den Grund für die Ablehnung bilden der administrative Mehraufwand und die zusätzlichen Kosten.

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