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Rekordsommer barg neue Herausforderungen

Kreuzlingen – Der tolle Sommer 2018 brachte dem Schwimmbad Hörnli in Kreuzlingen gute Zahlen. Dank dem Umbau der Breitrutsche gab es weniger Zwischenfälle und die Parkplatzanlage wird nun bewirtschaftet.

Auf der Kinderrutsche ist ein Teil des Hörnli-Teams (v.o.) Enrique Maceda, Mathieu Assire, Milan Petrovic und Doris Trinler. Rechts steht Bademeister Dominique Assire.  (Bild: av)

Trotz eines Rekordsommers 2018 gab es keine Rekordzahlen beim Schwimmbad Hörnli Kreuzlingen. Die 119‘218 Eintritte lassen sich trotzdem sehen, dies sind 22‘578 Gäste mehr als 2017. Darin sind Kinder unter sechs Jahren ausgeschlossen, sie werden vom System nicht erfasst. «Uns ist eine Sättigung bei den Leuten aufgefallen, es war zu viele Tage am Stück schönes Wetter», sagte Präsident Jürg Schlatter an der Pressekonferenz am Dienstag zum Saisonstart des Schwimmbades. 224‘000 Badegäste hätten in der Badi, bevor sie überfüllt wäre, platz. Auch mit der ausgeglichenen Rechnung ist Schlatter zufrieden, obschon die Personal- und Wartungskosten höher als im Vorjahr waren. Die Schwimmbecken waren ständig gut besetzt, die Rutschbahnen liefen auf Hochtouren und viele Schwimmer gab es auch im See, deshalb mussten zusätzliche Bademeister auf Stundenlohnbasis angeheuert werden. Auch die Wasserqualität wird bei so vielen badefreudigen Gästen strapaziert und muss ständig kontrolliert werden. «Beim Anheuern der zusätzlichen Bademeister gab es keine Probleme, auch die letzten Jahre nicht», sagte Bademeister Dominique Assire. Auch lange Arbeitstage von 6 bis 22 Uhr waren in diesem Rekordsommer keine Ausnahmen. Änderungen im Team gibt es für diese Saison nicht.

Knapp an Personal war es im Bistro des Hörnlis, trotzdem war es auch für sie ein erfolgreiches Jahr. Dank des Umbaus Ende 2017, bei dem die Kühlräume vergrössert wurden, war das Arbeiten für das Team angenehmer geworden. «Wir haben manche Tonnen Pommes und Eis am Stiel verkauft», sagte Betreiberin Nelly Bolliger lächelnd. Ausserdem kann sie einem langjährigen Team vertrauen.

Eine Welle weniger, aber die Action bleibt

Der Betrieb der Breitrutsche lief auch ohne Zwischenfälle, was dem Umbau 2017 zu verdanken ist. Zuvor kam es vor, dass die Gäste trotz Aufsicht des Bademeisters am Ende der Rutsche abhoben und sich dabei Blessuren einfingen. Bereits vor dem Saisonstart 2018 haben die Betreiber der Badi die letzte Welle der Breitrutsche entfernen lassen, um die Schwungkraft der Gäste zu verringern. Das Auslaufbecken wurde um einen Meter angehoben. «Diese Änderung verringert aber nicht den Spass und die Action auf der Rutsche, im Gegenteil», sagte Verwaltungsrat Ruedi Wolfender. Für dieses Jahr haben die Betreiber no den Ablauf der Breitrutsche neu legen lassen, so fliesst das Wasser ohne Pumpleistung ins Filterhaus zurück. Diese Änderung verringert die Unterhaltskosten. Im gesamten Schwimmbad gab es im Jahr 2018 keine grossen Zwischenfälle, bei denen die Sanität ausrücken musste. Kleine Wehwehchen der Gäste konnte das Personal verarzten.

Nicht mehr barrierefrei

Das Parkieren beim Schwimmbad Hörni ist zwar nicht mehr kostelos, aber Badegäste zahlen nicht den vollen Preis.  (Bild: av)

Fährt der Gast über die Sonnenwiesenstrasse, zeigt ihm die elektrische Parktafel an, wie viele der 484 Parkplätze noch frei sind. Wer auf den Parkplatz des Schwimmbades fahren will, muss ein Ticket lösen, damit die Barriere den Weg frei gibt. Diese Bewirtschaftung der Parkanlage stand bereits 2008 im Bauplan der Parkanlage. Die Anlage kann von allen genutzt werden, ohne, dass das Schwimmbad besucht werden muss. Jedoch gibt es für die Besucher separate Entwertungsautomaten im Bad. Für sie kostet ein Tagesticket zwei Franken, für die anderen kostet es acht Franken. Aber für alle sind die ersten 30 Minuten kostenlos und jede weitere Stunde kostet einen Franken. Dies sind die üblichen Preise in dieser Gegend wie beispielsweise beim Hafen. Ausserdem ist ab 18 Uhr das Parkieren kostenlos. Zum Jahresabo des Schwimmbades gibt es auch eine Jahresparkkarte für 50 Franken. «Wir setzen jedoch auf den öffentlichen Verkehr und dass die Gäste mit dem Fahrrad kommen», sagt Wolfender. Dies ist durchaus möglich, denn die Velo-Parkplätze haben sich verdoppelt. Für den Bus gibt es eine separate Spur in die Parkanlage und die Bushaltestelle befindet sich vor dem Eingang.

Die Anlage steht bereits seit Oktober 2018 und die Badi-Betreiber haben sie getestet; dabei seien alle Kinderkrankheiten beseitigt worden. «Es gab Spezialisten, welche auf dem Fahrradweg in die Parkanlage fuhren, um die Kosten zu umgehen», sagt Wolfender lachend und erzählt weiter: «Die Ein- und Ausfahrtbarrieren standen so weit auseinander, dass solche mit einem kleinen Auto zwischendurch fahren konnten.» Auf dem Fahradweg steht jetzt ein Pfosten und der Zwischenraum der Barrieren wurde verkleinert. «Wir sind der Meinung, dass es durch die Parkgebühr keine Einbussen bei den Besucherzahlen geben wird, aber vielleicht eine kleine Verstimmung, bis sich die Gäste daran gewöhnt haben», sagt Schlatter.

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