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Es wird weiter umgebaut

Kreuzlingen - An der Mitgliederversammlung des Tierparks gab es leider nicht nur Gutes zu verkünden. Parasiten und Krankheit haben den Tieren im vergangenen Jahr zu schaffen gemacht. Dafür wurde das neue Gehege endlich eröffnet und die gefiederten Freunde erhalten ebenfalls ein neues Zuhause.

Elmar Raschle freut sich, dass die Tiere ein grösseres Gehege haben. (Bild: av)

«Wie üblich mache ich mit euch einen Rundgang durch den Tierpark», sagte Elmar Raschle, der Präsident des Tierparks Kreuzlingen, zur Begrüssung der Teilnehmer. An der Jahresmitgliederversammlung des Tierpark-Vereins vom Mittwoch mussten die rund 30 Teilnehmer für den Rundgang nicht durch den Tierpark gehen, sondern durften die Tiere auf der Leinwand ansehen. Nebst den fünf süssen Ferkeln vom Hausschwein «Emma», den drei Ferkeln vom Wollschwein «Curly», «Gizis», Lämmern und Enten-Küken musste er leider auch von Todesfälle berichten. Das einzige Walliser Landschaf erkrankte an einer Stoffwechselkrankheit und überlebte diese leider nicht. Auch in der Geissenherde gab es Probleme. Die Tiere waren von Parasiten befallen. Jetzt sind sie wieder wohlauf, obschon es eine nur knapp überstanden hat. Sie hat seit dem Befall schon wieder zwei «Gizis» geworfen.

Bei den Vögeln gab es auch Verluste. Greifvögel verspeisten die Tauben des Parks als Mahlzeit. Aufgrund der kurzen Lebensdauer der restlichen gefiederten Bewohner der Voliere verkleinerte sich der Vogel-Bestand weiter.

Verbesserung ist nötig

Kaum ist die Vergrösserung des Aussengeheges fertig, ist eine weitere und nötige Veränderung in Planung. «Die Haltung der Vögel in den Volieren ist verbesserungswürdig», sagt der ehemalige Parkwärter des Wildparks «Peter und Paul» in der Stadt St.Gallen, Walter Signer. Er nahm als Vereins-Mitglied an der Jahresversammlung teil. Die Volieren und der Futterplan für alle Tiere werden aus diesem Grund erneuert oder verändert. Es ist geplant, dass die Mitarbeiter die Volieren mit Büschen, Bäumchen, Gräsern, Schilf und Wasserstellen ergänzen. «Es wird weniger Vielfalt geben, dafür mehrere Vögel der jeweiligen Art. Das ist artgerechter», sagt Raschle. Er hofft, bald wieder ein Gimpel-Paar in einer Voliere halten zu können.

Trotz hoher Ausgaben gutes Ergebnis erzielt

2018 war nicht nur ein schwieriges Jahr für die Tiere, sondern auch für die Kasse des Tierparkes. Die Vergrösserung des Aussengeheges kostete rund 22‘800 Franken inklusive der vier Iglus als Unterstand für die Tiere. Die Arztkosten und die Hufpflege der Esel kosteten 4400 Franken mehr als 2017. Die Hufpflege der Esel war aufwendiger, weil sie sich durch häufiges Scharren auf dem Beton Verletzungen einfingen. Die Tierpfleger kauften Hufschuhe, um das Problem zu lösen.

Erfreulich hingegen waren die Einnahmen während den Tagen der offenen Tür und aus dem «Tierpark-Kässeli», bei dem für einen Franken ein Futter-«Säckli» bezogen werden kann. Alleine durch das «Kässeli» hat der Verein rund 40‘500 eingenommen, dies sind 3000 Franken mehr als 2017. Alles in allem machte der Verein einen Reingewinn von rund 9900 Franken. Der Kassenbericht und der unveränderte Vorstand für das 2019 wurden einstimmig von den Mitgliedern angenommen. Der Tierpark darf 250 aktive Mitglieder, 200 Gönner und 30 Mitarbeiter inklusive freiwillige Helfer zählen.

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