/// Rubrik: Leserbriefe | Topaktuell

Nein zum überrissenen Kirchgemeindehausprojekt

Leserbrief - Peter Gysler aus Kreuzlingen lehnt das überrissene Projekt zur Sanierung des evangelischen Kirchgemeindehauses ab.

(Bild: archiv)

1960 waren in Kreuzlingen rund 7000 Personen Mitglied der evangelischen Kirche. Heute sind es keine 5000 mehr. Wegen der Überalterung der Mitglieder gehen die Zahlen auch in Zukunft zurück.

Nun liegt ein Projekt vor für die Sanierung des Kirchgemeindehauses. Dieses sieht vor, dass die Räumlichkeiten massiv ausgedehnt werden.  Die erste Frage, die sich stellt: Braucht die Kirchgemeinde grössere Flächen und mehr Raum, wenn sie gleichzeitig immer weniger Mitglieder hat?

Das Projekt kostet insgesamt fast zehn Millionen Franken. Die Kirchgemeinde muss deshalb in den kommenden Jahren fast die Hälfte des Etats für Liegenschaften aufwenden. Die zweite Frage, die sich stellt: Ist es Aufgabe einer Kirchgemeinde mehr Geld für Liegenschaften auszugeben als für die zentrale Aufgabe, die Seelsorge?

Die Antworten auf die beiden Fragen lauten «nein». Deshalb lehne ich das überrissene Projekt zur Sanierung des Kirchgemeindehauses ab. So erhalten wir eine Denkpause und können in Ruhe, eine angemessene Lösung erarbeiten.

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