/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Konzernverantwortungsinitiative in Kreuzlingen

Kreuzlingen – Vergangene Woche wurde auch in Kreuzlingen ein lokales Unterstützungs-Komitee für die Konzernverantwortungs-Initiative gegründet.

Tatkräftige Unterstützung durch die Gründung des lokalen Unterstützungs-Komitees für die Konzernverantwortungs-Initiative. (Bild: zvg)

Glencore vergiftet Flüsse im Kongo und die Luft in Sambia. Der Basler Konzern Syngenta verkauft tödliche Pestizide, die bei uns schon lange verboten sind und Schweizer Goldraffinerien beziehen Rohgold aus Kinderarbeit. Immer wieder verletzen Konzerne mit Sitz in der Schweiz die Menschenrechte und ignorieren minimale Umweltstandards. Die Konzernverantwortungs- initiative verhindert, dass weiterhin Menschenleben zerstört und die Umwelt vergiftet werden. Konkret sollen Konzerne mit Sitz in der Schweiz verpflichtet werden, in ihren Geschäften auf der ganzen Welt Menschenrechte und Umweltstandards einzuhalten. Damit sich auch dubiose Multis an das neue Gesetz halten, müssen Verstösse Konsequenzen haben. Konzerne sollen deshalb in Zukunft für Menschenrechtsverletzungen haften, die sie oder ihre Tochterfirmen verursachen. Vergangene Woche wurde auch in Kreuzlingen ein lokales Unterstützungs-Komitee für die Konzernverantwortungs-Initiative gegründet.

Mark Keller vom Komitee sagt: «Wir finden es wichtig, dass wir uns auch in Kreuzlingen mit diesem wichtigen Anliegen befassen. Darum haben wir ein Komitee gegründet.» In den nächsten Wochen und Monaten will die Gruppe erste Informations- veranstaltungen und Aktionen organisieren.

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