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Kampf um den Titel

Handball – Am Samstag spielt der HSC um den Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse des Schweizer Handballs. Die Fans wollen die Egelseehalle in einen Hexenkessel verwandeln. Spieler, Trainer und Vereinsfunktionäre gehen selbstbewusst ins Match, ist doch die Mission Aufstieg von langer Hand geplant und das Team seit 34 Spielen ungeschlagen.

Die Kreuzlinger Handballer (hier unfair vom Ball getrennt: Marco Kappenthuler) werden am Samstag alles geben. (Bild: Mario Gaccioli)

«Eine solche Siegesserie ist im Schweizer Handball bisher einzigartig!», ist sich HSC-Präsident Patrick Müller sicher. Er erwartet den Samstag voller Vorfreude und macht sich schon Gedanken, wie man die ganzen Fans bloss alle in der Halle unterkriegen kann. «Es könnten gut und gerne 700 Zuschauer werden», glaubt er. Um das Spiel zum unvergesslichen Event zu machen, hat er vorgesorgt: Zu Beginn gibt’s eine spektakuläre Lasershow, die Fans erhalten rote Shirts und die Saisonabschluss-Feier ist abends im Park 5 mit DJ Marco Pallante geplant.

Die Chancen stehen gut, dass die Kreuzlinger Handballer den Aufstieg meistern. Das Team trainiert jetzt schon auf NLB-Niveau. Müller: «Wir wollen nicht denselben Fehler machen wie vor fünf Jahren, als wir nach dem Aufstieg direkt wieder abgestiegen sind, weil wir nicht gerüstet waren.»

Das Geheimnis: harte Arbeit
Für die laufende Saison haben geschickte Transfers das Team gestärkt. Zudem blieb es von Verletzungspech verschont. Hinter dem Weg ins Meisterschaftsfinal stecken aber auch elf Monate harte Arbeit. Ein grosser Baustein des HSC-Erfolgs ist sicherlich Cheftrainer Marcel Keller, der das Team Ende vergangener Saison übernahm und – er war schon Nachwuchschef des NLA-Clubs TSV St. Otmar St. Gallen – umgehend vier Trainings statt drei pro Woche verordnete. Trotzdem: «Es ist noch nicht entschieden. Ich erwarte eine spannende Schlacht», sagt Keller. Er ist aber zuversichtlich, weil das Team das Hinspiel in Olten am Wochenende mit 25:26 gewann. «Unsere Gegner mussten alles geben und haben trotzdem verloren», sagt er. «Bei uns lief es nicht so glatt. Wir haben Steigerungspotentzial, die wir am Samstag abrufen können.»

Ein Vorteil wird jedenfalls die lautstarke Kulisse in der Egelsee-Halle sein. Schon nach Olten fuhren 150 Fans mit und feuerten die Rot-Schwarzen mit Trommeln und Hupen an. «Für mich sind die Fans wie ein achter Mann auf dem Platz», lobt Rückraumspieler Valon Dedaj die HSC-Anhänger. «Das ist die Belohnung für das harte Training.» Nicht nur auf den Rängen, auch im Team ist der Zusammenhalt super. Für Linkshänder Marco Kappenthuler ist die Stimmung in der Mannschaft deswegen ein weiterer Erfolgsgarant. «Das war schon eine intensive Zeit, aber es hat uns als Team zusammengeschweisst», sagt er. Auch für ihn stellen der Auswärtssieg und jetzt das Final ganz besondere Momente dar.

Kappenthuler und Dedaj können den Samstag jedenfalls kaum erwarten und sind entschlossen, es den HSC-Damen gleichzutun, welche den Aufstieg in die SPL1/NLA bereits geschafft haben (wir berichteten). Anpfiff ist am Samstag, 18. Mai, um 18 Uhr. Dieses Spiel sollte man nicht verpassen.

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