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Mission Aufstieg gelungen

Handball – Im alles entscheidenden Aufstiegsspiel setzen sich die HSCK-Männer gegen Olten nach hartem Kampf mit 33:27 durch und steigen in die Nationalliga B auf.

Über 1000 Zuschauer brachten die Egelseehalle zum Beben. (Bild: Mario Gaccioli)

Damit feiert der HSC Kreuzlingen in der Saison 2018/2019 einen doppelten Aufstieg. Bereits vor wenigen Wochen hatten die Frauen die Rückkehr in die höchste Spielklasse gefeiert. Neben GC Amicitia Zürich ist der HSC Kreuzlingen somit der einzige Klub im Schweizer Handball, der in der kommenden Saison sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen auf Nationalliga-Stufe vertreten sein wird.

Spektakulär in jeder Hinsicht
Es war ein Showdown mit einer tollen Kulisse: Über 1000 Zuschauer füllten die Egelseehalle bis auf den allerletzten Platz. Mit einer spektakulären Lasershow wurden das alles entscheidende Playoffspiel um den NLB-Aufstieg eingeläutet. Und die Fans sahen in der Folge wie schon im Hinspiel vor Wochenfrist (26:25-Sieg für Kreuzlingen) ein hart umkämpftes Duell zweier junger Teams. Und wie schon in der heimischen BBZ-Giroud-Halle wurden die Solothurner für ihre couragierte Leistung nicht belohnt. Die Kreuzlinger nützten nach verhaltenem Start eine kurze Schwächephase der Gäste kurz vor der Pause zur Wende. Und in der zweiten Halbzeit liess der Favorit nichts mehr anbrennen und hielt Olten bis zum Schlusspfiff auf Distanz. Wer in 30. Saisonspielen immer als Sieger vom Feld geht, ist definitiv ein hochverdienter Aufsteiger. Im zweiten Playoff-Finalduell setzte sich Chênois Genf erwartungsgemäss gegen Frauenfeld durch. Nach dem wegweisenden 35:27 im Hinspiel gewannen die Calvinstädter auch vor heimischem Publikum mit 29:25. Kreuzlingen und Genf ersetzen in der zweithöchsten Spielklasse die Absteiger Emmen und Altdorf.

Starke Gäste
Die Oltener waren nach dem knappen Verdikt im Hinspiel und dem Heimsieg zum Abschluss der Finalrunde gegen Genf augenscheinlich mit viel Selbstvertrauen an den Bodensee gereist. Unterstützt von vielen Fans reagierte das Team von Trainer Hanspeter Arnold auf die 4:2-Führung des HSCK nach acht Spielminuten ganz stark. Auch dank des sicheren Siebenmeterschützen Julius Voeklin lagen die Solothurner nach einer Viertelstunde mit 8:6 vorne. Sie waren in den ersten 20 Minuten definitiv die bessere Mannschaft. Kreuzlingen spielte vielfach zu wenig präzise und wirkte nervöser als Olten. Aber unter der Führung von Spielmacher Thierry Gasser kämpften sich die Hafenstädter zurück. Das souveräne Schiedsrichterduo Kaiser/Rottmeier hatte das Geschehen dank seiner klaren Linie trotz der aufgeheizten Atmosphäre jederzeit unter Kontrolle. In den letzten zehn Minuten vor der Pause geriet etwas Sand ins Getriebe der Oltener, was der HSCK sofort ausnützte. In dieser Phase begann das Spiel der Einheimischen endlich Fahrt aufzunehmen. In der Abwehr hatte man die Gäste nun besser im Griff und vorne überwand man den zuvor starken Keeper Silen Locatelli einfacher. Mehr Stabilität brachte auch die Hereinnahme von Routinier Valon Dedaj. Mit seinem sechsten Treffer sorgte Gasser für den 15:13-Halbzeitvorteil für die Thurgauer.

Gegner und Spiel im Griff
In den zweiten 30 Minuten bekam der HSC Kreuzlingen den Gegner und das Spiel immer besser in den Griff. Zwar verkürzte Oltens Penaltyschütze Voeklin zwischenzeitlich nochmals auf 15:14 (34.), doch knapp drei Minuten später hatten Kreisläufer Manuel Zeller und Roman Singler (2) mit drei Toren in Folge zum 18:14 die Weichen gestellt. Näher als bis auf zwei Treffer kam Olten in der Folge nie mehr heran. Es ist der jungen Oltener Mannschaft jedoch hoch anzurechnen, dass sie sich nie aufgab und dem Favoriten alles abverlangte. Als Dylan Brandt sein Team in der 51. Minute nochmals auf 25:23 heranbrachte, kam beim mitgereisten Anhang noch einmal Hoffnung auf. Allerdings erstickten Zeller und der in der zweiten Halbzeit erstarkte Rechtsaussen David Fricker dieses Feuer mit einem Doppelschlag zum 27:23 (52. Minute) bereits im Ansatz wieder. Den Solothurnern begann nun die Zeit davonzulaufen. Auf der anderen Seite glätteten sich nun die Sorgenfalten auf dem Gesicht von HSCK-Cheftrainer Marcel Keller. Sein Team spuhlte die Schlussminuten souverän herunter, ohne dass die einheimischen Fans Angst haben mussten, dass sich ihre Mannschaft den zweiten Aufstieg in die Nationalliga B nach 2013 noch einmal wegschnappen lassen würde.

Makelllose Saisonbilanz: 60:0 Punkte!
Im Duell der beiden aktuell besten 1.-Liga-Teams behielt der HSC Kreuzlingen am Ende schliesslich knapp, aber verdient die Oberhand. Zugleich krönte er seine einmalige Saison mit dem 30. Sieg in Serie. Es war dies saisonübergreifend zugleich der 19. Heimerfolg hintereinander. Die erfolgreichsten Schützen waren bei Kreuzlingen David Fricker (8) und Thierry Gasser (7), sowie Manuel Zehnder und der souveräne Penaltyschütze Julius Voelkin (je 8) bei Olten. Das Kreuzlinger Aufstiegskader wird grossmehrheitlich zusammenbleiben und im Hinblick auf die im September beginnende NLB-Saison 2019/2020 nur punktuell verstärkt.

HSC Kreuzlingen – SG HV Olten 33:27 (15:13)
Egelsee. – 1050 Zuschauer. – Sr. Keiser/Rottmeier.
Strafen: 8-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 7-mal 2 Minuten gegen Olten.
Kreuzlingen: Perez (1.-17./3 Paraden), Perazic (17.-60./6 Paraden); Singler (4), Dedaj (4), Maurer (2), Bär (2), Heim, Kappenthuler, Thür (1), Mettler (1), Gasser (7/2), Schneider (1), Fricker (8), Zeller (3).
Olten: Locatelli (1.-30./45.-60./8 Paraden), Büttiker (31.-45./2 Paraden, davon 1 Penalty); Mi. Burri, Zehnder (8), Ma. Burri (3), Parkhomenko (2), Aufdenblatten (1), Peter, Strebel (2), Brandt (3), Schmid, Laube (4), Christ, Voeklin (8/6).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 2/3, Olten 6/6.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Briegmann, Bärtschi, Deriks, Gyuris, Färber, Kun und Wipf. Time-outs: 28./14:13 Olten, 30. (29:49)/15:13 Kreuzlingen, 57./30:26 Olten.

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