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Weitere Investitionen bewilligt

Kreuzlingen/Münsterlingen – Für den Ausbau der ARA Münsterlingen beschlossen die Delegierten einen Baukredit von 3,7 Millionen Franken für die Erweiterung der Schlammbehandlung. Die erste Ausbauetappe lag 2,258 Millionen Franken unter dem bewilligten Kredit.

Die erste Ausbauetappe ist abgeschlossen, die Werterhaltung wird im Sommer vollendet sein. (Bild: Thomas Martens)

Die Delegierten des Abwasserzweckverbandes Münsterlingen trafen sich am Donnerstag im «Seegarten», um über die traktandierten Geschäfte zu befinden. Präsident Erich Brunner sprach im Geschäftsbericht von einem Jahr, «das in geordneten Bahnen verlief, geprägt durch Bauarbeiten und den Wechsel des Betriebsleiters». Die erste Ausbauetappe sei abgeschlossen, die Werterhaltung könne im Sommer vollendet werden, meinte er. Erfreulich sei, dass der Ausbau der ersten Etappe den bewilligten Kredit deutlich unterschreite. Die Bauabrechnung zeige, dass von den 11,4 Millionen tatsächlich 9,1 Millionen in Rechnung gestellt worden seien.

Erste Anlage dieser Art
Die von Renate Giger präsentierte Rechnung schloss mit einem Gewinn von
132’000 Franken. Der Personalaufwand sei deutlich geringer als budgetiert ausgefallen, zudem sei eine Rückerstattung in Höhe von 59’000 Franken Krankentaggeld zu verzeichnen. Zum positiven Resultat hätten auch geringere Ausgaben beim Sachaufwand geführt. Der Gewinn werde den Verbandsgemeinden mit der ersten Rechnung gutgeschrieben.

Das Budget 2019 bewege sich im bisherigen Rahmen, erläuterte Erich Brunner. Wegen der Lohnstrukturen sei der Personalaufwand geringer. Der Ausbau der Photovoltaikanlage wurde per Zirkularbeschluss abgeklärt.

«Die Verbandsgemeinden haben sich alle für die grössere Variante ausgesprochen», sagte Erich Brunner. Die Kosten dafür betrügen 362’000 Franken. «Mit den Solarsegeln bekommt Münsterlingen die erste Anlage dieser Art im Kanton Thurgau». Die Baubewilligung sei eingetroffen, er hoffe, dass die Anlage Anfang 2020 in Betrieb genommen werden könne.

Baukredit einstimmig genehmigt
Das Gesamtkonzept 2030 der Zukunftsplanung ARA Rietwies beinhaltet drei Etappen. An der Delegiertenversammlung legte der Vorstand einen Baukredit von 3,7 Millionen Franken für die Erweiterung der Schlammbehandlung vor. Neben der Erstellung eines neuen Faulturms sind die Sanierung und Optimierung des bestehenden Faulturms, die Sanierung und Optimierung des bestehenden Nacheindickers, der Ersatz der Schlammentwässerung sowie Anpassung der Gasanlage und der elektrischen Steueranlagen vorgesehen. Die Delegierten stimmen dem Baukredit einstimmig zu.

Der Vorstand sowie die Rechnungsrevisoren wurden in den Ämtern bestätigt. Manuel Tille vom kantonalen Amt für Umwelt informierte anschliessend über den stand der Umsetzung der Elimination Mikorverunreinigungen. «Vier Anlagen im Thurgau müssen zusätzliche Anforderungen erfüllen», sagte er, Münsterlingen gehöre nicht dazu. Beim Thema «Mikroplastik» warnte er vor Panikmache. Eine konventionelle Kläranlage eliminiere Mikroplastik um 80 Prozent, momentan bestehe keine unmittelbare Gefährdung von Umwelt und Gesundheit doch «der Stand des Wissens ist noch nicht abschliessend».

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