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«Wir spielen lieber auf Naturrasen»

Tägerwilen – Am kommenden Dienstag, 28. Mai, entscheiden die Tägerwiler über die Sanierung ihrer Sportanlage. Die Mitglieder des FC Tägerwilen stehen voll hinter dem Projekt und hoffen sehr, es wird genehmigt. Denn der Verein mit 17 Teams braucht Fussballplätze, um zu spielen.

(V.l.) FCT-Präsi Peter Forster und Juniorenobmann James Wehrli vor dem wegen Regen gesperrten Hauptspielfeld des FCT. (Bild: sb)

Am Montagabend sind die Plätze im Tägermoos-Stadion gesperrt. Es hat den ganzen Tag geregnet, der Rasen hat sich richtig vollgesogen. «Normalerweise würden heute Abend mehrere Mannschaften trainieren», sagt Peter Forster, der Interimspräsident des FCT. «Jetzt fällt das Training aus.»

Das ist nicht ungewöhnlich auf der Anlage: Fünfeinhalb Monate im Jahr kann hier nicht gespielt werden. Für einen Verein in dieser Grösse, mit rund 150 Aktiven und etwa 200 Kindern und Jugendlichen, ist das kein Zustand. Das vorliegende Projekt sieht vor, die zwei Spielfelder und drei Trainingsflächen für 1,7 Millionen Franken total zu sanieren und ihnen eine Drainage zu verpassen. Gepflanzt wird ein Winterrasen, der zwar viel Pflege und auch ein Trainingsmanagement benötigt, der aber die Nutzungszeiten nahezu verdoppelt.

«Wir sind glücklich mit dem Projekt», betont Forster bei einem Presse-Rundgang. In diesen Tagen weibeln die Verantwortlichen des Vereins bei anderen Vereinen und in der Politik, und auch ein Info-Anlass ist am Samstag, 25. Mai, von 10 bis 11.30 Uhr auf der Anlage geplant.

«Denn wir wollen nicht, dass der Eindruck entsteht, wir hätten lieber einen Kunstrasen gehabt», verdeutlicht Juniorenobmann James Wehrli das Anliegen. «Uns geht es darum, die Anlage öfter nutzen zu können.»

Anfangs sei man zwar für einen Kunstrasen gewesen. Rückblickend spricht Wehrli aber von einer «unreflektierten Entscheidung.» Man habe sich das System mit einem Winternaturrasen in Basel angeschaut und sich überzeugen lassen. «In der Ostschweiz wäre es die erste Sportanlage dieser Art», sagen beide stolz.

Die Spezialisten der Basler Firma Novoter AG sollen es in Tägerwilen umsetzen, und die Vereinsmitglieder auch während zwei Jahren begleiten sowie in Pflege und Nutzung coachen.

«Wir brauchen den Ausbau», betonen Forster und Wehrli die Dringlichkeit. «In vielen Vereinen der Region gibt es einen Aufnahmestopp. Wir aber sind weiterhin offen. Bei uns können Kinder bereits ab fünf Jahren ins Training und das soll auch so bleiben.»

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Ein Gedanke zu „«Wir spielen lieber auf Naturrasen»

  1. Bruno Neidhart

    Dass sich besonders im Jugendbereich ein Kunstrasen ausgezeichnet eignet, damit unsere Jüngsten nicht ständig über Rasenlöcher stolpern oder nach einem Regen im Morast darin versinken müssen, somit Training und Spiel fast durchgehend garantiert sind, ist Fakt. Jeder Top-Club besitzt heute mindesten einen dieser modernen Trainings- und Spielplätze.

    Wenn Tägerwilen es anders sieht, dann ist das ja in Ordnung. Beizufügen wäre noch, dass auf einem grossen Trainingsareal (Nachwuchs-Campus Basel), an dem auch Novoter AG bei der Erstellung beteiligt war, selbstverständlich ein Kunstrasenplatz neben vier Rasenplätzen existiert, von denen einer der Rasenplätze sogar „beheizt“ werden kann, um auch an kalten Tagen trainieren und spielen zu können, also nicht gleiche alle Rasenplätze gesperrt werden müssen. Die Firma liefert Natur- Hybrid-, und selbstverständlich auch Kunstrasen. Dazu eben bewusst auch Naturrasenheizungen.

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