/// Rubrik: Kultur | Topaktuell

«Liebe zur Musik ist grenzenlos»

Tägerwilen - Krach am Bach eröffnet den Festival-Sommer. Im August folgen das Oben Toben Festival auch in Tägerwilen und Openair Rock the Frog in Hugelshofen.

Die Brüder Fabian und Manuel Krömler von Gallery of Noise experimentieren mit verschiedenen Musikstilen und treten um 21 Uhr auf.  (Bild: zvg)

Die Brüder Fabian und Manuel Krömler fingen vor fünf Jahren in einem Tonstudio an Songs zu produzieren, dies war der Startschuss von Gallery of Noise. Die zwei DJs spielen nicht nur zum ersten Mal am Krach am Bach, sondern auch mit ihrem Live Set begeben sie sich in neue Gefilde. Die Güttinger bezeichnen ihre Musik als 90er House mit Shuffle Elementen. Die für das Openair vorbereiteten Songs sind Eigenproduktionen und noch nirgends zu hören. Was die Leute am Freitag um 21 Uhr erwartet, erzählen sie im Interview.

Fabian und Manuel, was erwartet die Besucher beim Krach am Bach?

Fabian und Manuel: Eine Stunde Tanzmusik, gewollt mit Improvisations-Momenten, und sie sollten sich wie wir auf ein Experiment einlassen, haha. Da wir bis jetzt noch keinen vergleichbaren Auftritt hatten.

Was war indem Fall bei den Vorbereitungen anders?

Normalerweise ist das Set vorbereitet und man muss nur noch den Knopf drücken. Dieses mal sind nur gewisse Samples vorbereitet. Wir wollten schon immer mal ein Live-Set spielen, daher organisierten wir uns schon viel vorher die passende Hardware, denn die bestimmt wie das Set klingt. Auch das Üben hat einige Stunden in Anspruch genommen, bis alle Handgriffe sassen. Dafür haben wir uns meist jedes Wochenende getroffen oder alleine etwas vorbereitet und dann zum Proben mitgenommen.

Was wird für euch an diesem Auftritt anders sein?

Die Wertschätzung des Publikums ist vielleicht grösser und die Musik wird mehr wahrgenommen. Ein DJ-Set ist halt doch ein sehr minimalistischer Auftritt und für ein Openair unüblich.

Habt ihr denn etwas Spezielles für Drumherum vorbereitet?

Nein, wir haben uns auf den musikalischen Aspekt fokussiert und gar keine Zeit gehabt zu überlegen, was sonst noch auf der Bühne laufen könnte.

Was ist bei einem DJ-Auftritt die grösste Herausforderung?

Besonders beim Live-Set müssen wir darauf achten, dass unser Equipment, welches zwei Tische füllen wird, synchron läuft. Aber einen Soundcheck, wie bei einer Band, gibt es in dem Sinne nicht.

Macht ihr kurz vor dem Auftritt ein Ritual?

Wir stossen mit einem Getränk an, aber nicht immer mit dem Selben. Ansonsten lassen wir uns das Set nochmals durch den Kopf gehen. Aber wenn dieser Auftritt gelingt, könnten wir uns eines ausdenken, haha.

Welches Ziel habt ihr und wo gibt es noch etwas zu verbessern?

Wir möchten unser Live-Set ausbauen und mehr Auftritte im Rahmen wie der am Krach am Bach machen. Zukünftig wollen wir auch ohne Laptop arbeiten, denn es gibt viele Geräte, die ohne ihn auskommen. Es wird sich nach unserem Auftritt zeigen, was wir noch verbessern müssen. Es hat unendlich viel Potential, denn es geht alles was man sich vorstellen kann. Momentan können wir nicht sagen, in welche Richtung wir uns bewegen. Unsere Liebe zur elektronischen Musik ist unbegrenzt.

Was habt ihr für ein Vorbild?

Für uns ist die grösste Inspiration «Kink». Er lebt das elektronische Live-Set und zelebriert es. Er macht auch viel Improvisation und spielt 90er House oder Techno wie wir.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.