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Trend zu tieferen Gemeindesteuerfüssen hält an

Region - Dank Senkungen der Steuerfüsse von Politischen Gemeinden sowie Schul- und Kirchgemeinden profitieren die Einwohner jeder zweiten Gemeinde im Kanton Thurgau von tieferen Gesamtsteuerfüssen. Bottighofen hat tiefsten Gesamtsteuerfuss und Gottlieben hat den Steuerfuss erhöht.

In 13 Gemeinden wurden die Ansätze gesenkt, nur eine Gemeinde – Gottlieben – erhöhte den Steuerfuss. (Bild: IDTG)

Der Grossteil der Politischen Gemeinden hält 2019 an den Steuerfüssen des Vorjahres fest. Von den 80 Thurgauer Gemeinden haben nur 14 Gemeinden ihren Steuerfuss verändert. In 13 Gemeinden wurden die Ansätze gesenkt, nur eine Gemeinde – Gottlieben – erhöhte den Steuerfuss. Dies geht aus der soeben publizierten Statistischen Mitteilung 4/2019 «Steuerfüsse 2019, Steuerkraft 2018» hervor.

Der durchschnittliche, nach der Einwohnerzahl gewichtete Gemeindesteuerfuss liegt mit 57,4 Prozent nur leicht unter dem letztjährigen Wert (57,7 Prozent). Damit setzt sich der Trend zu tieferen Gemeindesteuerfüssen fort. In den vergangenen Jahren war der Rückgang allerdings gering. Vor allem zwischen 2000 und 2012 waren die durchschnittlichen Steuerfüsse der Politischen Gemeinden stark gesunken (von 74,8 auf 58,6 Prozent).

Wieder mehr Senkungen bei den Schulsteuerfüssen

2019 haben fast doppelt so viele Schulgemeinden ihre Steuerfüsse gesenkt wie im Vorjahr. Damit profitiert die Bevölkerung in 19 der 72 Schulgemeinden von tieferen Ansätzen. Erhöht wurden die Schulsteuerfüsse hingegen nur in fünf Gemeinden. Der gewichtete Schulsteuerfuss ist folglich wieder etwas stärker gesunken als im Vorjahr (2018: 92,3 Prozent, 2019: 91,7 Prozent).

Tiefere Gesamtsteuerfüsse in jeder zweiten Gemeinde

Wie in den vergangenen beiden Jahren sind die Gesamtsteuerfüsse – die Summe aus
Staats-, Gemeinde-, Schulgemeinde- und Kirchensteuer – klar häufiger gesunken als
gestiegen. In rund der Hälfte der Thurgauer Gemeinden profitieren die Einwohnerinnen
und Einwohner – unabhängig von der Konfessionszugehörigkeit – von Senkungen. Die
stärkste Reduktion findet sich in den Gemeinden Roggwil, Bettwiesen und Homburg.
Nur in drei Gemeinden sind die Gesamtsteuerfüsse leicht höher als im Vorjahr, nämlich
in Wagenhausen, Gottlieben und Lengwil.

Bottighofen weiterhin mit tiefstem Gesamtsteuerfuss

Wie schon in den vergangenen Jahren hat Bottighofen auch 2019 den kantonsweit
tiefsten Gesamtsteuerfuss, sowohl für die katholische als auch die evangelische
Bevölkerung (230 respektive 237 Prozent). Am höchsten ist der Ansatz – ebenfalls
unverändert – in der Gemeinde Arbon (katholische Bevölkerung: 318 Prozent, evangelische
Bevölkerung: 320 Prozent).

Die Steuerkraft ist 2018 wieder deutlicher gestiegen

Die Steuerkraft pro Einwohner ist 2018 wieder stärker gestiegen als im Vorjahr. Mit
2152 Franken ist sie rund fünf Prozent oder 104 Franken höher als 2017. In über drei Viertel
der 80 Thurgauer Gemeinden ist die Steuerkraft gestiegen, in 15 Gemeinden ist sie
gesunken. Wie im vergangenen Jahr führt Warth-Weinigen mit 5127 Franken die
Rangliste der Gemeinden mit der höchsten Steuerkraft pro Einwohner an, gefolgt von
Bottighofen, Gottlieben und Salenstein. Die tiefste Steuerkraft weist wie 2017 die
Gemeinde Schönholzerswilen auf (1323 Franken).

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