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«Wir sind recht prüde und brav»

Tägerwilen - Willkommen im Openair-Sommer. Den Start macht das Openair Krach am Bach in Tägerwilen kommendes Wochenende.

(v.l.) Sänger Aaron Berliat (22) und Gitarist Jonathan Sachweh (23). Es fehlen Maurin Bieler, Denise Zuppiger und Leander Siddiqui. (Bild: av)

Für die fünfköpfige Band Delirious Mob Crew gehört der Auftritt am Krach am Bach zu eines ihrer Highlights. Die Band mit regionalen Wurzeln gibt es seit vier Jahren und sie bezeichnen ihre Musik als Progressive Pop. Sie konnte bereits Erfolge wie den zweiten Platz am bandXost und ersten Platz am Emergenza national Bandcontest einsacken. Ausserdem wurde ihre Musik bereits auf SRF 3 gespielt und sie traten zweimal auf der Startrampe am Lumnezia auf. Was es am Samstag, um XX Uhr von ihnen auf die Ohren gibt und was sie bereits alles erlebt haben, erzählen zwei aus der Band im Interview.

Aaron und Jonathan, grosses oder kleines Openair. Was für einen emotionalen Unterschied gibt es für euch?

Aaron und Jonathan: Die kleinen sind interessanter und das Feeling schöner, weil die Leute voll dabei sind. An grossen Openairs spielen wir als kleine Band am Nachmittag und auf einer neben Bühne, somit hören uns auch nicht so viele Leute zu.

Was erwartet das Publikum am Konzert am Krach am Bach?

Eine energetische und schwungvolle Band. Oder wer einen Sänger sehen will, der dumm herum tanzt, kann auch zusehen, haha.

Was sind das für Leute, die euch hören möchten?

Unsere Eltern, haha. Jedoch viel uns auf, weil unsere Musik im 80er Jahre Stil daher kommt, dass es doch oft Leute um die 40 Jahre sind. Oder es sind gleichaltrige Studenten. Wir haben noch keine grosse Fan-Base, unter anderem, weil wir mit unserer schnellen und aggressiven Musik eher ein Nischen-Publikum bedienen.

Habt ihr vor dem Auftritt ein Ritual?

Den Stress. Herbert Grönemeyer oder AC/DC können sich ein Ritual gönnen, aber wir müssen unser Equipment aufbauen und den Soundcheck machen, danach geht es schon los. Aber es lohnt sich, viel Zeit in den Soundcheck zu investieren, man spürt den Sound auf der Bühne besser.

Was gefällt euch denn im Backstage nicht so?

Dieses Rockstar-Dasein mit ansaufen, ist eklig. Wir sind recht prüde und brav. Niemand von uns raucht oder trinkt viel Alkohol. Vielleicht mal zwei Bier, uuuh. Am Grillentanz Festival in Arbon stand ein Kühlschrank mit so viel Wodka darin, dass kann man nicht beschreiben und der wurde sogar getrunken.

Ist doch gut, dann kann das Publikum vollen Einsatz von euch erwarten?

Ja, stimmt. Wenn wir einen Fehler spielen, dann weil wir es tatsächlich nicht können, haha.

Was habt ihr für ein Vorbild?

Everything Everything ist eine vierköpfige britische Indie-Rock-Band.

Was ist euer Ziel als Band und was müsstet ihr noch verbessern?

Ein grosses Ziel haben wir mit unserem ersten Album erreicht, welches wir im Februar veröffentlicht haben. Jetzt ist es schwierig, ein neues Ziel zu definieren, aber sicher so viele Konzerte wie möglich zu spielen.

Wir würden noch gerne am Openair St.Gallen auftreten, wir haben uns fünf Mal angemeldet, aber immer nur Absagen erhalten. Nervig ist die Organisation drum herum, da können wir uns noch verbessern – eigentlich möchten wir nur Musik machen.

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