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«Stellenweise schlicht ein Hohn»

Kreuzlingen – Mit einer Stellungnahme reagiert der ehemalige Schulpräsident René Zweifel auf die heute veröffentlichten Ergebnisse der Untersuchungskommission – und klingt dabei weniger versöhnlich, als man hätte vermuten können.

René Zweifel. (Bild: archiv)

Der ehemalige Schulpräsident René Zweifel reagiert mit einer schriftlichen Stellungnahme auf die zahlreichen Medienanfragen im Anschluss an die heutige Pressekonferenz. Teilweise komme ihm das Dargebotene vor wie «schlicht ein Hohn». Trotzdem ist er aber der Meinung, alle Beteiligten sollten nun einen Schlussstrich ziehen.

Die Stellungnahme im vollen Wortlaut:

• Der vorliegende Bericht ist im alleinigen Auftrag der beiden Schulbehörden entstanden. Die Fragen und das Setting wurden einseitig und ohne Absprache mit mir festgelegt.

• Ich habe der Veröffentlichung der Beantwortung der gestellten Fragen durch die Untersuchungskommission, also der wesentlichen Ergebnisse des Berichts, zugestimmt.

Ich habe der Veröffentlichung des ersten Teils des Berichtes nicht zugestimmt, weil dieser Teil für die Beantwortung der Fragen nicht notwendig ist. Er enthält zudem eine Vielzahl von persönlichkeitsrechtlich relevanten Informationen über Dritte wie auch über mich selbst. Ein überwiegendes Informationsinteresse der Öffentlichkeit hieran ist für mich nicht erkennbar.

Der erste Teil umfasst zudem meine ganze Amtszeit seit der Wahl, liest sich wie eine einseitige Qualifikation meiner Leistungen und hat wenig Substantielles für die letzte Phase beizutragen, in der mich die Schulbehörde nicht mehr unterstützen wollte und über welche die Untersuchungskommission ja primär berichten sollte.

• Dass die Behördenvertretung betont, sie habe «in der Sorge um das Wohl» von mir gehandelt und gleichzeitig, völlig ohne Notwendigkeit, mich in der Vergangenheit und aktuell öffentlich diskreditiert, ist schlicht ein Hohn.

• Ebenso befremdlich ist es, dass es unterlassen wurde, sich bei meinem behandelnden Facharzt über meinen effektiven Gesundheitszustand zu erkundigen und eine Prognose einzuholen. Trotz Aufforderung und Angebot sowohl des Arztes als auch von mir.

• Ich nehme mit einer gewissen Genugtuung zur Kenntnis, dass sich viele der von mir erfolglos geforderten Entwicklungsschritte zu Gunsten der Schule Kreuzlingen im Bericht wiederfinden.

• Ich ziehe hiermit einen definitiven Schlussstrich, mir geht es gut und ich wünsche der Schule Kreuzlingen für die Zukunft nur das Beste.

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