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Antennenreglement statt Antennenwildwuchs gefordert

Kreuzlingen – Stefan Zbornik, Präsident des Vereins strahlungsfreies Kreuzlingen, fordert den Stadtrat dazu auf, das Thema «Antennenreglement» vom Abstellgleis zu holen.

Mit einer Stellungnahme hat Stefan Zbornik heute auf die Antworten von Stadtrat Ernst Zülle reagiert.

Stefan Zbornik. (Bild: tm)

Stadtrat Zülle nennt es eine haltlose Unterstellung, dass es als schäbig empfunden wird, wenn Baugesuche für brisante Mobilfunkantennen ausgerechnet in der Ferienzeit – und erst noch verschleiernd – ausgeschrieben werden, obwohl diese nachweislich schon seit Monaten bei ihm vorliegen. Die langjährige Faktenlage und die Wahrnehmung der Betroffenen sind selbstredend keine haltlosen Unterstellungen. Es wird deshalb als bedauerlich empfunden, dass er emotionale Angriffe gegen meine Person und die vielen Kritiker des Antennenwildwuchses in unserer Stadt führt.

Aufschlussreich ist hingegen sein beschwichtigendes Statement zum noch nicht überarbeiteten Antennenreglement von 2011. Es wurde damals vom Gemeinderat an den Stadtrat zur Überarbeitung zurückgewiesen und nicht abgelehnt. Als Zülle danach selber zum Stadtrat gewählt wurde und das Baudepartement übernahm, hätte er beste Voraussetzungen gehabt, den unzulänglichen Reglementsentwurf selber zu überarbeiten. Leider hat er den Rückweisungsauftrag auf seine eigene Weise interpretiert und bislang nichts unternommen.

Aktuell hätten Stadt- und Gemeinderat in der neuen Besetzung aber die Möglichkeit, das Thema Antennenreglement erneut aufzugreifen und in die laufende Gesamtüberarbeitung des Baureglements und des Zonenplans zu übernehmen.

Entsprechende Anleitungen des Bundes und des Kantons liegen dafür vor und der Verein strahlungsfreies Kreuzlingen hat vor etwa zwei Jahren dazu konstruktive Vorschläge beim Stadtrat eingereicht. Unsere Politikerinnen und Politiker sind gut beraten, vorausschauend jetzt etwas gegen den Antennenwildwuchs zu unternehmen und nicht erst dann, wenn wie angekündigt alle 150 Meter ein stark strahlender 5G-Mobilfunksender statt eines nachhaltigen Glasfasernetztes für die Gebäudeversorgung gebaut wird.

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