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Starke Mannschaft – starke Gegner

Fussball – Neun Abgänge und gleich viele Neuzugänge: Es bläst ein frischer Wind durch das Kader der 1. Mannschaft des FC Kreuzlingen. Das verjüngte Team zeigt auf, dass der Verein Ambitionen hat, auch in dieser Saison ganz vorne mitzuspielen. Nebst neuen und ernstzunehmenden Mannschaften wie FC Lugano U-21 und FC United Zürich haben auch bekannte Gegner aufgerüstet.

Vizepräsident David Grimm und Präsident Daniel Geisselhardt nach der Pressekonferenz vor dem Hotel Kreuzlingen. (Bild: Sandro Zoller)

Kürsat Ortancioglu, Sportchef und Trainer der 1. Mannschaft, freut sich auf die spannende neue Saison. Es hat sich einiges getan in der Mannschaft. «Man muss die Abgänge differenzierter anschauen», sagt Ortancioglu «Jim Freid macht eine Spielpause wegen einer Weiterbildung, Levin Nay hat beim FC Winterthur U21 ein Sprungbrett für seine fussballerische Zukunft gefunden und Selcuk Tidim kann aus beruflichen Gründen nicht mehr am intensiven Training teilnehmen.» Der FCK hat eine gewisse Ausstrahlung in der Amateurliga, die er darin bestätigt sieht, dass manche Spieler trotz besserer Angebote geblieben sind. Durch das selbsterklärte Ziel, Sprungbrett für junge Talente zu werden, können solche blockähnlichen Ab- und Zugänge vermehrt auftreten.

Reger Wechsel
Filipe Viera zieht es zum AS Calcio, Ermir Selmani spielt neu beim FC Kosova und Lucian Dodes beim FC Bazenheid. Aziz Afkir wechselt zum 3. Ligisten FC Tägerwilen und Davide Di Lionardo geht zum SV Schaffhausen.

Die entstandenen Lücken sind zu einem grossen Teil mit Fussballern unter 22 Jahren gefüllt worden. «Eines unserer Ziele ist es, dass die Spieler aus der Gegend kommen», erklärt Ortancioglu die Clubphilosophie. Mit Alen Mujkanovic, ehemals beim GC U21, konnte ein neuer Torhüter gewonnen werden. Midhad Arifagic kommt vom FC Tuggen, Abwehrspieler Simon Affentranger vom FC Tägerwilen und Manuel Stark vom FC Villingen (DE). Mittelfeldspieler Leandro Lucarelli spielte bis anhin beim FC Frauenfeld, Marius Löffler beim FC Stockach (DE) und Nizar El Khattabi beim FC Radolfzell. Mittelfeldspieler Edis Hasani lief für den FC Amriswil und Luca Bartuca für den FC Gossau auf. Somit besteht die 1. Mannschaft nun aus 20 Spielern und drei Torhütern. «Durch die Transfers hat sich die Mannschaft zum Vorjahr nochmals verbessert», sagt Ortancioglu sichtlich zufrieden.

Vier Augen sehen mehr als zwei
Ümüt Tütünci wurde schon lange als Co-Trainer vorgeschlagen und übernimmt jetzt den Posten. «Vier Augen am Spielrand sehen natürlich mehr als zwei und das ist eine Verbesserung für alle», sagt Vizepräsident David Grimm. Tütünci, bald 31, steht noch am Anfang seiner Trainertätigkeit. Deshalb kann er noch nicht sagen, ob er damit Karriere machen möchte. «Ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich nur noch als Ersatzspieler vorgesehen bin, wenn wirklich Not am Mann ist», bestätigt Tütünci die kursierende Vermutung.

FCK hat eine Verantwortung
Der 1905 gegründete Kreuzlinger Traditionsverein repräsentiert den Thurgau in der Schweizer Fussballszene. Ab dieser Saison bekommt er Konkurrenz vom Stadtrivalen AS Calcio. «Es freut mich sehr, dass nun sogar drei Thurgauer Clubs weiter oben mitmischen und gratuliere AS Calcio zum Aufstieg», sagt Präsident Daniel Geisselhard. Beim ersten Stadt-Derby am 31. August im Hafenareal hoffen die Vereinsmitglieder auf viele Zuschauer und ein spannendes Duell.

Vom Aufstieg als erklärtem Saisonziel möchte Ortancioglu noch nicht sprechen. «Es ist zu früh für solch ein Thema», findet der Sportchef und meint weiter: «Wir wollen wieder um die vorderen Plätze kämpfen.» Dafür soll sich der Gegner Kreuzlingen anpassen und nicht umgekehrt.

Die Fans können sich auf eine intensive und attraktive Fussball-Saison freuen.

1. Mannschaft des FC Kreuzlingen. (Bild: zvg)

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