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Theater an der Grenze erhält Prix Kreuzlingen

Kreuzlingen – Der zehnte Prix Kreuzlingen verleiht die Stadt dem Verein Theater an der Grenze. Stadtpräsident Thomas Niederberger überreichte den Anerkennungspreis anlässlich der Bundesfeier im Schützenhaus Fohrenhölzli. Organisiert wurde der Nationalfeiertag in diesem Jahr vom Quartierverein Egelshofen.

Grosse Freude über den Prix Kreuzlingen: Fritz Brechbühl, Präsident Theater an der Grenze, mit Lukas Huggenberg, Birgit Auwärter und Stadtpräsident Thomas Niederberger (v.l.). (Bild: zvg)

Führungen auf dem Bauernhof der Familie Neuweiler, Spielwagen und musikalische Auftritte der Jugendmusik Kreuzlingen und Berner Jodler sorgten bereits ab vier Uhr nachmittags für ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt. Der Quartierverein Egelshofen als Organisator der diesjährigen Bundesfeier liess mit der Festwirtschaft im Schützenhaus Fohrenhölzli auch in kulinarischer Hinsicht keine Wünsche offen. Präsident Rainer Keller, organisierte die Feier mit 30 Helferinnen und Helfern. Er begrüsste die zahlreichen Gäste am «schönsten Ort unserer Stadt».

Im Anschluss an die Festansprache von Nationalrat Markus Hausammann folgte mit der Übergabe des Prix Kreuzlingen ein weiterer Höhepunkt der diesjährigen Bundesfeier. Im Namen des Stadtrats und der Bevölkerung durfte Stadtpräsident Thomas Niederberger den Prix Kreuzlingen zum zehnten Mal überreichen. Mit dem Anerkennungspreis wird jedes Jahr eine Person oder Institution geehrt, die sich für die Stadt Kreuzlingen verdient gemacht hat. Im Vorfeld dankte Stadtpräsident Niederberger dem Quartierverein Egelshofen für die Organisation der Bundesfeier und in diesem Zusammenhang «den zahlreichen Personen, Vereinen und Institutionen, die sich für die Allgemeinheit und das Wohl in unserer Stadt einsetzen». In der ganzen Schweiz würden pro Jahr rund 660 Millionen Stunden Freiwilligenarbeit geleistet, was pro Einwohnerin und Einwohner rund 80 bis 90 Stunden pro Jahr entspreche. In Kreuzlingen würden demzufolge 1,8 Millionen Stunden Freiwilligenarbeit geleistet, rechnete der Stadtpräsident vor. «Das Engagement in unserer Stadt ist riesig und wir könnten problemlos zahlreiche Prix Kreuzlingen verleihen. Der Prix Kreuzlingen steht stellvertretend für alle Personen, die sich in unserer Stadt für das Wohl der Einwohnerinnen und Einwohner engagieren. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank.»

Anschliessend lüftete Stadtpräsident Thomas Niederberger das Geheimnis um den diesjährigen Preisträger. «Seit 51 Jahren unterhalten sie uns, lösen Gefühle und Reaktionen aus, seit 51 Jahren überschreiten sie Grenzen beim Programminhalt, durch ihr Engagement und zwar über die Grenzen unserer Stadt hinweg. Es freut mich sehr, dem Verein Theater an der Grenze den Prix Kreuzlingen verleihen zu dürfen.» Fritz Brechbühl, Präsident des Vereins Theater an der Grenze, nahm den Preis sichtlich gerührt in Empfang. Begleitet wurde Brechbühl von Lukas Huggenberg und Birgit Auwärter.

Gestaltet hat den zehnten Prix Kreuzlingen Regula Lanz. Sie ist im Berner Oberland geboren und hat in Kreuzlingen gelebt und gearbeitet. «Spuren der Zeit» heisst das Kunstwerk, das die Vergänglichkeit und in Vergessenheit geratene Erlebnisse darstellt. Inspirieren lässt sich die Künstlerin durch ihre hauptberufliche Arbeit als Notfallpsychologin, Psychotherapeutin und Erwachsenenbildnerin.

Anschliessende würdigte Anton E. Brunner das Theater an der Grenze. «51 Jahre Kleintheater zu gestalten ist eine grossartige Leistung. Muss man doch stets mit der Zeit gehen, den Puls der Kleinkunstszene fühlen und mutig sein, Künstlerinnen und Künstler zu engagieren, die noch keinen Namen haben, ihnen die Möglichkeit geben auf die Bretter zu steigen, die bekanntlich die Welt bedeuten. So gesehen ist das eine ganz feinfühlige Arbeit und dazu braucht es viel Geschick, Theaterblut in den Adern, Zeit und Enthusiasmus, dies Kleinod an Kultur am Laufen zu halten», sagte der ehemaliger Präsident des Theaters an der Grenze. Er erinnerte an die Anfänge des Theaters und deren Gründer Norman Elrod und an die Begeisterung, die noch heute zu spüren sei. Trotz der vielen Neuerungen rieche es im Theater wie eh und je, der Boden knarre noch immer an den gleichen Stellen. Die eine Türe schliesse noch immer nicht dicht und die steile Treppe hinauf zum Eingang sei immer noch nicht leicht zu erklimmen. «Geniessen wir dieses einmalige Ambiente, das dem aufmerksamen Besucher, der aufmerksamen Besucherin Geschichten Preis gibt über ein halbes Jahrhundert Kleinkunst an der Grenze. Den Theaterschaffenden wünsche ich, dass sie hart an der Grenze bleiben, in jeder Beziehung. Denn das gibt Impulse und hält das Theater weiterhin lebendig und an der Grenze!»

Nach der Preisübergabe folgten ein stimmungsvoller Lampionumzug und das Entfachen eines imposanten 1.-August-Funkens. Bis Mitternacht wurden die Festbesucherinnen und -besucher von DJ Stefano unterhalten.

Preisträger «Prix Kreuzlingen»
2010: Rolf Uhler und Harald Zecchinel
2011: Helene Eisenhut
2012: Dr. Hans-Ulrich Wepfer
2013: Verein Kreuzlinger Fernsehen
2014: Verein Agathu
2015: Heidi und Ernst Hofstetter
2016: Kurt Lauer und Harry Tschumy
2017: Verein Mahlzeitendienst Kreuzlingen
2018: Narrengesellschaft Emmishofen
2019: Verein Theater an der Grenze

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