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Dreispitz erhält Fluchttreppe

Kreuzlingen – Nach rund zehn Betriebsjahren des Dreispitz Sport- und Kulturzentrums wurde die Anlage durch das Kantonale Feuerschutzamt überprüft. Dabei wurden einige Mängel festgestellt. Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 12 August 2019, und dauern bis Mitte November. Während dieser Zeit gilt auf dem südlichen Abschnitt der Pestalozzistrasse Einbahnverkehr.

Das Dreispitz Sport_ und Kulturzentrum. (Bild: Gerda Imesch)

Im Kanton Thurgau werden alle öffentlichen Anlagen durch den Kanton betreffend Brand-schutz regelmässig überprüft, um die Sicherheit für die Nutzerinnen und Nutzer sicherzustel-len. Im Dreispitz Sport- und Kulturzentrum, das seit rund zehn Jahren in Betrieb ist, stellte das Kantonale Feuerschutzamt Mängel fest. Sie müssen umgehend behoben werden, um den Betrieb des Sport- und Kulturzentrums Dreispitz im bisherigen Umfang weiterzuführen zu können.

Die Umsetzung der einzelnen Massnahmen ist aufwändig und greift in die bestehende Bau-substanz ein. So wird im Untergeschoss auf Höhe der Zuschauertribüne eine Fluchttreppe eingebaut. Die 3,30 Meter breite Öffnung wird in die Aussenmauer geschnitten, um die Flucht-treppe Richtung Pestalozzistrasse nordwärts zu führen. Aus diesem Grund gilt auf der Pestalozzistrasse während der Bauzeit Einbahnverkehr; der Fussweg wird über die bestehen-den blauen Parkplätze geführt und entsprechend gesichert.

Des Weiteren wird im gesamten Gebäude eine Evakuationsanlage eingebaut, um Personen über das geordnete Verlassen des Gebäudes zu informieren. Im Kulturbereich müssen dafür in Teilbereichen zusätzliche Lautsprecher installiert werden, im Sportbereich sind abgesehen von Turnhalle und Tribüne alle Publikumsräume zu beschallen.

Als nicht dringliche Massnahmen gelten die Teilevakuationsanlage und das Versetzen der Glasabtrennung im Kulturbereich (Foyer), die nach Genehmigung des Budgets im Januar 2020 umgesetzt werden. Die Kosten für die Brandschutzmassnahmen teilen sich die Stadt und Sekundarschulbehörde je hälftig.

IDK

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Ein Gedanke zu „Dreispitz erhält Fluchttreppe

  1. Bruno Neidhart

    Baut man z.B. eine Sporthalle (Im Fall Dreispitz: „leider“) tief in den Boden, stellen sich besondere Anforderungen an die Sicherheit von Benutzerinnen und Benutzer. Die Frage stellt sich heute, warum also Kinder und Erwachsene 10 Jahre lang mit einer trügerischen Sicherheit die Anlage zu frequentieren hatten. Wurden inzwischen feuerspezifische Sicherheitsvorschriften geändert? Oder der Sicherheit beim Bau der Anlage weniger Beachtung geschenkt, von einem Kantonalen Amt damals dennoch abgenommen? Wenn heute aus Erkenntnissen abgeleitet neue Sicherheitsüberlegungen zu baugestalterischen Änderungen führen (müssen), ist das gut. Den simplen Bau wird das nicht stören.

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